Ski Nordisch von

Kombination: Mäßiger ÖSV-Auftakt

Denifl als Elfter bester Österreicher - Titelverteidiger Frenzel holte sich den Sieg

Frenzel © Bild: GEPA/Steiner

Die ÖSV-Kombinierer haben keinen optimalen Auftakt in die Olympiasaison erwischt. Wilhelm Denifl war am Samstag in Kuusamo als Elfter der Beste seines Teams. Beim Sieg von Weltcuptitelverteidiger Eric Frenzel (GER) vor drei Norwegern kamen auch noch Mario Seidl (15.), Lukas Klapfer (17.) und Bernhard Gruber (20.) in die Top 20. Mario Stecher wurde im ersten Rennen nach seiner Knie-Operation 28.

Der ursprünglich geplante Teambewerb war abgesagt worden, weil das Springen wegen zu starken Windes nicht stattfinden konnte. Er wird am Sonntag nachgeholt. Stattdessen wurde der provisorische Sprungdurchgang vom Vortag für das Einzel herangezogen. In diesem hatten sich Denifl als Dritter und Seidl als Fünfter eine gute Ausgangsposition verschafft, die sie im 10-km-Langlauf aber verspielten.

"Ich habe schon mit dem Podest spekuliert, aber das hat leider nicht funktioniert", meinte Denifl, dem im Ziel rund eine Minute auf Sieger Frenzel fehlte. Auch ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen bedauerte den ausgebliebenen Spitzenplatz. "Wir wollten um die Podestplätze mitreden, aber das haben wir heute leider nicht geschafft", sagte Eugen. Positiv sei aber, dass alle seine sieben Athleten in die Weltcuppunkteränge gekommen sind.

Ein Topresultat erhofft sich Eugen nun im Mannschaftsbewerb. Dafür sind die hochdekorierten Routiniers Denifl, Bieler, Gruber und Stecher nominiert. "Wir wollen es morgen natürlich besser machen", bekräftigte Eugen.

Während die bereits nach dem Springen zu weit zurückgelegenen Vizeweltmeister Gruber und Stecher sowie Christoph Bieler (23.) hinter den Erwartungen blieben, war der 20-jährige Seidl mit Platz 15 zufrieden. "Ich glaube, dass war ein guter Start. Meine Laufform ist noch nicht so, wie ich es mir wünsche. Ich bin ein solides Rennen gelaufen, es gibt aber noch Luft nach oben", betonte der Salzburger gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.

Der Olympia-Dritte Gruber ortete noch einige "Baustellen". "Es war für mich heute kein Auftakt nach Wunsch. Speziell beim Springen wäre einiges mehr möglich gewesen, auch läuferisch war ich heute nicht in Topform", stellte der Gesamt-Weltcupvierte der Vorsaison fest.

Auch Stecher hatte nach seinem ersten Weltcupbewerb seit fast einem Jahr nichts zu feiern. "Insgesamt war das kein wirklich guter Wettkampf, ich hätte mir schon etwas Besseres erwartet", sagte der Teamolympiasieger. Er wolle sich über die nächsten Wettkämpfe wieder seiner Topform annähern, so der im März am Kreuzband operierte Steirer.

Kommentare