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Matthias Mayer als Trainingsschnellster

Komplette Wengen-Abfahrt möglich - Max Franz auf Platz drei stark unterwegs

Sollten es die Wetterverhältnisse am Renntag zulassen, dann kann die Wengen-Abfahrt im alpinen Ski-Weltcup über die komplette Distanz von 4.480 m gefahren werden. Wie am Dienstag gab es auch am Mittwoch nur ein verkürztes Training, die Österreicher waren mit Matthias Mayer auf Platz eins und Max Franz auf drei stark unterwegs. Donnerstag folgt ein Pausetag, Freitag die Alpine Kombination.

Strahlend schönes Wetter erwartete die Abfahrter am Mittwoch auf dem Lauberhorn. Dass sie allerdings nur einen verkürzten Arbeitstag haben werden, war bereits am Vorabend in der Mannschaftsführersitzung festgelegt worden. Um der Pistencrew etwas Druck zu nehmen, die so nicht bis zum Trainingsstart die gesamte Strecke von den frisch gefallenen bis zu 20 Zentimetern Schnee befreien musste. Die Rennfahrer bedauerten die halbe Sache, zeigten großteils aber auch Verständnis, schließlich ist für die kommenden Tage noch reichlich Neuschnee angesagt, und das bedeute viel Arbeitskraft.

"Wir wussten, dass wir kein Training bis unten haben, darüber wundern brauchen wir uns also nicht, wir nehmen es, wie es ist. Ich hatte zwei gute Trainings, bin immer einstellig geblieben, das haut schon hin", sagte Franz, der nach Platz zwei am Vortag nun am Mittwoch Rang drei hinter Mayer und dem Schweizer Carlo Janka folgen ließ.

"Ich kann nicht meckern. Oben war es relativ weich, das Brüggli-S ist gut gegangen, da hat Janka minimal ein bisserl mehr Speed mitgenommen", meinte Franz. Nun gelte es, bis zum Rennen Geduld zu bewahren und die Spannung aufrechtzuerhalten. Vielleicht werde er am Donnerstag auch Tiefschneefahren gehen.

Mayer wäre auch "gern ganz heruntergefahren, bei dem Wetter", meinte der Kärntner. "Dafür, dass es in der Nacht 15, 20 Zentimeter geschneit hat, haben sie es gewaltig hergerichtet." Die Trainingsbestzeit tue gut. "In Gröden war ich mit einer guten Fahrt auch der Schnellste im Training. Aber wie ich heute gefahren bin, genauso will ich die Abfahrt fahren, dann funktioniert es auch. Das wäre schon der Schritt, den ich gerne machen würde. Nicht nur im Training, auch im Rennen."

Mit 1,20 Sekunden Rückstand als Siebenter war Hannes Reichelt nicht ganz zufrieden. "Ich muss zulegen, ganz rund läuft es noch nicht. Aber gut, wenn das beim Training passiert und nicht beim Rennen", sagte der Salzburger. "Heute wäre leicht ein komplettes Training gegangen. Aber das Argument ist einleuchtend, dass sie die Leute schonen wollen. Heute hätten wir auch gleich das Rennen von Santa Caterina fahren können", bedauert er immer noch, dass die ausgefallene Abfahrt im restlichen Winter nicht nachgetragen wird.

Reichelt hofft, dass all jene, die die Kombiabfahrt am Freitag nicht fahren, danach noch die Möglichkeit bekommen, eine Trainingsfahrt zu absolvieren. "Sonst ist das unfair." Es sei wichtig, kontinuierlich auf Ski zu stehen und eine gute Piste zu haben. Und die habe man nur auf der Abfahrt, die Einfahrpiste sei brutal weich, da hole man sich kein gutes Gefühl.

Für den Pausetag am Donnerstag gilt. "Die Spannung erhalten." Auch Klaus Kröll würde ein Zusatztraining nach der Kombiabfahrt befürworten: "Die Verhältnisse ändern sich ja. Unten herab wird die Piste richtig knackig."

Das Training am Dienstag wurde vom Kombinationsstart bis zum Ziel gefahren, jenes am Mittwoch vom Originalstart bis zur Wasserstation. Die restliche Strecke durften die Athleten im "Touristentempo" herunterfahren, da sich noch einiges an Neuschnee auf der Strecke befand. Ob die Lauberhorn-Abfahrt am Samstag oder am Sonntag im Tausch mit dem Slalom gefahren wird, wird am Donnerstag entschieden.

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