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Tops und Flops der Saison 2013/14

Der Weltcup ist Geschichte, Zeit für eine erste Bilanz - Positives überwiegt klar

Anna Fenninger und Lara Gut in Lenzerheide © Bild: Alain Grosclaude/Agence Zoom/Getty Images

Die Weltcup-Saison 2013/14 wird aus österreichischer Sicht als eine der erfolgreichsten in die Geschichte des alpinen Sports eingehen. Doch nicht nur die beiden Gesamtweltcup-Triumphatoren Anna Fenninger und Marcel Hirscher bleiben positiv in Erinnerung:

TOPS

Anna Fenninger und Marcel Hirscher

Dass beide Gesamtweltcupsieger im gleichen Jahr aus Österreich kommen, das hat es vor dem Coup der Salzburger Anna Fenninger und Marcel Hirscher zuletzt vor zwölf Jahren, 2002 gegeben. Die 24-Jährige gewann vier Riesentorläufe und kam in drei Disziplinen (Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf) insgesamt elfmal auf das Podest. Hirscher gewann drei Slaloms und zwei Riesentorläufe, 13 Mal stand er auf dem Stockerl (Riesentorlauf, Slalom, Super-Kombi).

Lara Gut

Mit sieben Saisonsiegen (4 Super-G, 2 Abfahrten, 1 Riesentorlauf) war bei Damen und Herren niemand erfolgreicher als Lara Gut. Die Schweizerin landete damit im Gesamtweltcup der Damen an der dritten und im Preisgeldranking hinter Anna Fenninger an der zweiten Position. Sie holte sich die Disziplinwertung im Super-G. Sie ist die erste Eidgenossin seit zwölf Jahren, die eine Kristallkugel in ihren Besitz gebracht hat.

Mikaela Shiffrin und Ted Ligety

Die beiden US-Stars wandeln in ihren Spezialdisziplinen im Gleichschritt: Mit fünf Siegen war die soeben erst 19 Jahre gewordene Shiffrin verdiente Gewinnerin der Slalom-Kugel. Die Olympiasiegerin wird als künftige Gesamtweltcupsiegerin aufgebaut, der vom US-Team neu engagierte Stefan Abplanalp soll sie an die Speed-Disziplinen heranführen. Ligety stand im Riesentorlauf ebenfalls im Weltcup fünfmal ganz oben, gewann dass kleine Kristall und bei den Winterspielen. Auch er peilt die große Kugel an.

Mikaela Shiffrin mit Ted Ligety in Lenzerheide
© GEPA pictures/ Wolfgang Grebien Dominatoren in ihrer Spezial-Disziplin: Ligety und Shiffrin

Spannende Finalwoche

Insgesamt noch sieben der zehn Kristallkugeln wurden in der vom Schönwetter überstrahlten Finalwoche in Lenzerheide vergeben. Jedes der neun angesetzten Rennen fand statt, auf dem Tagesprogramm standen ganz nach dem Geschmack der Skifans hochklassige Entscheidungen, knappe Rennausgänge und Kugelgewinne. 2015 findet das Finale in Meribel (Frankreich) statt, 2016 als WM-Generalprobe in St. Moritz (Schweiz) an der Reihe.

FLOPS

Wetter

In Lake Louise und Beaver Creek herrschte zu Saisonbeginn Eiseskälte, in Europa vielerorts Schneemangel, was mehrere Absagen (Zagreb, Garmisch-Partenkirchen, Maribor) mit sich brachte. Bei den Österreich-Rennen ging in Kitzbühel der Kampf um die Hausbergkante verloren, womit die Streif-Abfahrt einen neuen Charakter bekam. Manchmal sorgten aber auch Neuschnee, Wind und Nebel für Verschiebungen, oftmals wurde bei weichen Pistenverhältnissen und bei Frühlingstemperaturen gefahren. Und das nicht nur im März, sondern schon ab Jänner.

Teambewerb

Der Charakter des Team-Bewerbs wäre eigentlich ein spannender, aber wenn aus einem Parallel-Rennen eine einseitige Angelegenheit wird, hält sich die Freude in Grenzen. In Lenzerheide waren die Kurse so ungleichmäßig, auf einem war es nicht möglich zu gewinnen, womit alle Duelle 2:2 ausgingen und jeweils die schnellste Zeit entscheiden musste. Auch der Bewerb auf dem Patscherkofel war nicht von Glück verfolgt: Einige Pannen bei der Zeitnehmung und der Auswertung sorgten für Verwirrung.

Pranger, Kröll und Co.

Einige ÖSV-Athleten haben sich die Saison sicherlich anders vorgestellt. Slalom-Spezialist Manfred Pranger schaffte es nur viermal in die Wertung, war bestenfalls 17. Speedfahrer Klaus Kröll kam nach einem zweiten Platz zum Saisonauftakt in der Lake-Louise-Abfahrt nicht mehr in die Top-13. Im Super-G verpasste er sogar die Teilnahme am Weltcupfinale der Top-25. Den Vorschusslorbeeren nicht gerecht wurde Riesentorlauf-Spezialist Marcel Mathis, der nur drei Ergebnisse ins Ziel brachte (bestenfalls 16.). Eine Saison zu vergessen lieferte auch Stefanie Köhle ab.

Kommentare

Anna, du bist die Beste! Grüße aus Slowenien!

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