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"Marcel wird heiß in Slalom gehen"

Hirscher muss nach Enttäuschung im Riesentorlauf zurück in die Spur finden

Marcel Hirscher mit Trainer Michael Pircher beim Training © Bild: GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

Der vierte Platz im Olympia-Riesentorlauf am Mittwoch in Krasnaja Poljana hat Marcel Hirscher schwer getroffen. So schwer, dass der Salzburger in seiner ersten Enttäuschung auch gleich für den Slalom am Samstag "schwarz" sah. Doch sein Vertrauensmann Michael Pircher, Hirschers persönlicher Trainer, ist sich sicher, dass Österreichs Ski-Superstar rechtzeitig zurück in der Spur sein wird.

"Marcel wird heiß in den Slalom gehen", versicherte Pircher im Gespräch mit der APA. "Er ist und bleibt der Topfavorit für dieses Rennen", sagte der Steirer über den amtierenden Slalom-Weltmeister. Pirchers Zuversicht hat einen einfachen Grund, denn der Slalom-Hang sollte seinem Schützling deutlich besser liegen als jener im Riesentorlauf.

"Dieser Hang ist steiler und daher für Marcel maßgeschneiderter", meinte Pircher. Die mancherorts geäußerte Kritik, wonach der Riesentorlauf zu flach und zu einfach für ein Olympia-Rennen gewesen sei, wollte Pircher nicht unterstreichen: "Dieser Riesentorlauf war absolut olympiawürdig, aber leider halt überhaupt nichts für Marcel."

Irreweisende Funksprüche schuld an "Blech"?

Marcel Hirscher ist nach seinem RTL-Auftritt bei Olympia gebeugt
© GEPA pictures/ Christian Walgram Hirscher musste im Riesentorlauf einen schweren Rückschlag einstecken

Dass möglicherweise irreführende Funksprüche aus der Trainer-Crew die entscheidenden Zehntel auf eine Medaille gekostet haben könnten, sieht man im Hirscher-Lager als Schnee von gestern an. Genauso wie die Tatsache, dass man im Gegensatz zu Gold-Gewinner Ted Ligety im Jahr 2013 keine Zeit für einen Trainingstrip nach Sotschi gefunden hat. "Für mich ist es damals um den Sieg im Gesamt-Weltcup gegangen, da konnte ich mir keinen Ausflug nach Russland leisten", meinte Hirscher.

Bei einem Abendessen mit seinen engsten Vertrauten im Österreich-Haus brachte sich Hirscher am Mittwochabend auf andere Gedanken. Seit Donnerstag läuft nun der Countdown für den Slalom, bei dem Hirscher dann noch viel mehr als ohnehin bereits im Blickpunkt stehen wird. "Natürlich wäre der Plan gewesen, im Riesentorlauf eine Medaille zu holen und dann ohne Druck in den Slalom zu gehen", weiß Pircher. "Aber das ist nun einmal jetzt nicht so."

Neue Situation für Hirscher

Deshalb steht der zweifache Gesamt-Weltcup-Sieger vor einer kniffligen Nervenprobe, nach zwei vierten und einem fünften Platz soll er nach seinem vierten Olympia-Rennen nicht mehr mit leeren Händen dastehen.

"Ehrlich gesagt weiß ich nicht zu hundert Prozent, wie Marcel reagieren wird. Denn in so einer Situation war er noch nie", sagte Pircher. Mit Drucksituationen ist Hirscher aber bis dato meist sehr gut umgegangen. Wie etwa bei der Heim-WM 2013 in Schladming, als er im Tollhaus Planai eiskalt Slalom-Gold nach Hause fuhr.

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Kommentare

Ja mei, der redet halt wie ihm der Schnabel gewachsen ist.
Ein Superschifahrer den seine Fans schätzen auch wenn er Vierter wird.

Marcel Hirscher kann anscheinend überhaupt nicht verlieren. Seine Art, wie er in Medien auftritt ist schon manchmals zum Kotzen (Aussagen wie z.B. ...der depperte..usw. Alles ist bei ihm nur mehr "deppert".
Anscheinend kommt er sich hier sehr gut vor, das Gegenteil ist jedoch der fall

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