Fakten von

Hirscher jagt bei
"Highlight-Rennen" weiteren Rekord

Peilt fünften Erfolg in Alta Badia an

Nach der Abfahrt in Gröden verschiebt sich der Ski-Weltcup-Zirkus nach Alta Badia, wo am Sonntag ein Riesentorlauf und am Montag ein Parallel-RTL über die Bühne gehen. Für ÖSV-Cheftechniker Marcel Hirscher sind es "zwei Highlight-Rennen, auf die ich mich schon sehr freue". Allerdings habe er noch kein Mittel gegen Alexis Pinturault gefunden. In Alta Badia kann er Alberto Tomba überholen.

Der Start in die neue Weltcup-Saison verlief für Hirscher durchaus gelungen. Bisher stand der Salzburger in allen fünf Technikbewerben am Podest, war viermal Zweiter und holte in Levi seinen 40. Weltcup-Sieg. Damit holte er in der ewigen Bestenliste den Schweizer Pirmin Zurbriggen ein. Schlechteste Platzierung war Rang 13 beim Super-G in Val d'Isere.

Nun warten am Wochenende vor Weihnachten noch zwei absolute Höhepunkte in Alta Badia. Speziell der Riesentorlauf-Klassiker vor dem Hintergrund der Dolomiten hat es Hirscher angetan. Im Vorjahr gewann er auf der steilen Gran-Risa-Piste zum dritten Mal in Folge, was zuvor keinem geglückt war. Weil er 2011 hier auch einen Slalom für sich entschied, könnte der 27-Jährige heuer die italienische Legende Alberto Tomba überholen und zum alleinigen Alta-Badia-Rekordsieger werden.

"Monsieur Riesentorlauf" Pinturault wird jedoch alles daransetzen, um einen weiteren Hirscher-Triumph zu verhindern. Der Franzose hat in dieser Disziplin zwei von drei Rennen in diesem Winter gewonnen und einen dritten Platz herausgeholt. Saisonübergreifend kam Pinturault neunmal in Serie auf das Podest. Hirscher sieht sich bereits auf die Rolle des "ewigen Zweiten" festgelegt. "Momentan schaffe ich es nicht, Rennen zu gewinnen, ohne dass die Anderen das Ihre dazu beitragen", analysierte er in seinem Blog auf redbull.com.

In der Vorwoche in Val d'Isere fehlten dem fünffachen Gesamtweltcup-Sieger allerdings nur zwei Zehntel auf den Mann aus Courchevel, dabei hatte sich der Österreicher im ersten Lauf beim Setup vergriffen. Das sei "ein Rückstand, der auffindbar und machbar ist". Das Skifahren selbst sei in Ordnung gewesen, befand Hirscher, der am Freitag nach Alta Badia reiste.

Am Montag geht es mit dem Parallel-RTL bei Flutlicht erneut um wichtige Punkte für den Gesamt-Weltcup. Im Vorjahr kam er über Platz 30 nicht hinaus und kritisierte die direkte Kurssetzung. Bleibt Hirscher nach den beiden Rennen plus dem Nachtslalom am Donnerstag in Madonna di Campiglio vor den Weltcup-Konkurrenten, dürfte er sich wie vor einem Jahr die Weihnachtskrone aufsetzen.

Kommentare