Skandal um Verkauf der Buwog: Jetzt wird's
richtig eng für Ex-Finanzminister Grasser

Zeuge belastet ihn bei der Staatsanwaltschaft schwer Verkauf wurde zugunsten der Immofinanz beeinflusst<br>Grasser spricht von einer "parteipolitischen Hetzjagd"

Skandal um Verkauf der Buwog: Jetzt wird's
richtig eng für Ex-Finanzminister Grasser © Bild: APA/Techt

Der Skandal um den Verkauf der Buwog dreht sich immer mehr um den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Wie bekannt wurde, hat ein ehemaliger leitender Mitarbeiter aus dem Kabinett des Ex-Ministers vor der Staatsanwaltschaft unter Wahrheitspflicht schwere Vorwürfe erhoben. Demnach soll Grasser den Verkauf der Wohnbaugesellschaften des Bundes massiv zugunsten der Immofinanz beeinflusst haben.

Bereits am Wochenende haben die Grünen eine Anzeige gegen "KHG" eingebracht. Grasser hat eine Beeinflussung des Buwog-Verkaufs stets bestritten, es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichten, soll der Zeuge drei Stunden lang bei Staatsanwalt Norbert Haslhofer ausgepackt haben. Demnach habe Grasser 2004 dafür gesorgt, dass als Investment-Bank Lehman-Brothers den Zuschlag erhielt. Für Lehman begleitete Grassers Freund Karlheinz Muhr den Verkaufsprozess. Immobilienmakler Ernst-Karl Plech und der Zeuge drückten Lehman im Buwog-Aufsichtsrat durch, schreibt die Zeitung. Plech habe dem Zeugen demnach klar mitgeteilt, dass es Grassers Wunsch sei, dass letztlich die Immofinanz den Zuschlag für die Buwog erhalte. Plech war einer der engsten Vertrauten des Finanzministers. Er ist seit heuer Grassers Partner in einer neuen Immobilienfirma.

In der Tageszeitung "Österreich" betont Grasser, dass er mit dem Zeugen nie besprochen hat, dass dieser für Lehman stimmen soll "denn mir war es damals vollkommen egal, wer den Auftrag bekommt", wird Grasser zitiert. Einen parlamentarischen U-Ausschuss in der Causa hält der Ex-Minister für nicht notwendig: "Da gibt es eine parteipolitische Hetzjagd zu Lasten des Herrn Grasser. Ich begrüße die Ermittlungen der Finanzfahndung gegen die Herren Meischberger und Hochegger sowie jene der Staatsanwaltschaft, wo rasch ermittelt wird." Meischberger war der Trauzeuge von Karl-Heinz Grasser und teilt sich mit Grasser eine Bürogemeinschaft. Hochegger zählte zum engen Freundeskreis von Grasser und war mit ihm gemeinsam geschäftlich aktiv.

(apa/red)

Kommentare

manchmal dauert es etwas..... ...länger, aber die Mühlen der Justiz mahlen...

Habt`s ihr wirklich geglaubt, dass der Ablauf eines Geschäftes in diesem Ausmaß von den Österreichern einfach so...."g`schnupft" wird?
Man(n) bekommt im Leben alles zurück, manchmal früher, bei manchem dauert es eben etwas länger.....

KHG, keine Angst, so schlimm ist der Häfen nicht, weh tuts nur beim ersten Mal...

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...na, wo sind den die Herren Kommentatoren....???? ..wo sind diese "Gscheitredner und Schnabelwetzer"???
Da fällt ihnen NICHTS ein?
...hab\'ms das Puiver schon verschossen?
Kein vasant?
Kein sidestep?
Sind sie diese Woche in der Nachtschicht beschäftigt, etwa zehni / sechsi???
Hätt\' man sie heute am Arbeitsamt angetroffen?

Passt die politische Farbe nicht ganz???
Bei den Roten hätten sie sich ja bald wie das RUMPELSTILZCHEN in der Mitte auseinander gerissen!!!

GRASSER, ...meine Herren, ...wär dran?
Meischberger, ...meine Herren?

Ziehsöhne des besoffenen Marterlinhabers aus KÄRNTEN!

STILL IST\'s, als hätt eine Seuche sie alle hinweggerafft!!!

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Re: ...na, wo sind den die Herren Kommentatoren....???? ja schon blöd, dass zu der damaligen zeit nicht die roten am ruder waren, sonst hätten die abgesahnt. das muss der roten brut ordentlich weh tun hier mal nicht mitgeschnitten zu haben.

Ich habs schon immer gewusst... Dieser schleimige ****** war mir schon immer suspekt. Und hier haben wirs, er ist korrupt so wie ich dachte...

Grasser gehört doch sofort in U-Haft genommen,auf was wartet die Justiz ?

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