Skandal um Skyrunner Christian Stangl:
Erstürmung des K2-Gipfels war eine Lüge

7. September: "Gipfelfoto" wurde zu tief geschossen Alpinist: "Ich war in einem tranceartigen Zustand"

Am 7. September kam die K2-Lüge ans Tageslicht: Alpinist Christian Stangl ist entgegen eigener Angaben doch nicht auf dem Gipfel des K2 gestanden. Das gab der steirische Skyrunner bei einer Pressekonferenz in Wien zu. Das Foto, das er als "Beweis" für seinen vermeintlichen Erfolg am 13. August versandt hatte, entstand vermutlich auf einer Höhe von etwa 7.500 Metern, mehr als 1.000 Meter unter dem Gipfel.

Skandal um Skyrunner Christian Stangl:
Erstürmung des K2-Gipfels war eine Lüge © Bild: APA/Neubauer

"Ich war in einem tranceartigen Zustand und ich dachte, ich sei am höchsten Punkt des Berges", erklärte Stangl. Nach sieben Versuchen in drei Sommern, den Berg zu bezwingen, sei die Kombination von körperlicher Existenzangst und der Furcht vor dem Versagen ausschlaggebend gewesen, dass sich sein Bewusstsein derart verändert habe, erklärte Stangl.

"Es tut mir für mich selbst leid"
Erst nachdem die Anspannung der Strapazen in Österreich nachgelassen haben, sei ihm "nach und nach bewusst geworden", dass er doch nicht am Gipfel des mit 8.611 Metern zweithöchsten Bergs gewesen sein konnte. Gespräche mit seiner Freundin und der Familie bestärkten den 44-Jährigen, es sich selbst einzugestehen und öffentlich zu machen. "Am meisten leid tut es mir für mich selbst. Es ist der größte Schaden für mich selbst", betonte Stangl.

Vorwürfe, dass er nur aufgrund von Medienrecherchen und Erpressungsversuchen anderer Bergkameraden den nicht geglückten Aufstieg publik machte, wies er zurück.

(apa/red)