Asyl von

Schiff mit 14 Leichen
auf Sizilien eingetroffen

Todesursache der Migranten unklar - Weitere 453 Flüchtlinge an Bord

AT SEA ITALY REFUGEES © Bild: APA/EPA

In den Hafen der sizilianischen Stadt Messina ist am Mittwoch ein irisches Militärschiff mit den Leichen von 14 Migranten eingetroffen, die an Bord eines Flüchtlingsschiffes in libyschen Gewässern geborgen wurden. An Bord des irischen Schiffes befanden sich außerdem 453 Menschen, die gerettet werden konnten, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete.

Die Leichen waren am Montag entdeckt worden. Noch unklar sind die Hintergründe der neuen Flüchtlingstragödie. Die Rettungsaktion wurde von der italienischen Küstenwache koordiniert. Die Schiffe der EU-Mission Triton zur Migrantenrettung im Mittelmeer sind wegen der massiven Flüchtlingswelle stark ausgelastet.

Der italienische Premier Matteo Renzi telefonierte am Dienstagabend mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, um die Flüchtlingsproblematik zu besprechen. Es bestehe der Wille zur Zusammenarbeit für die Stabilisierung der Lage im Nahen Osten und im Mittelmeerraum als Bedingung zur Bekämpfung des Menschenhandels, hieß es in einer Presseaussendung der italienischen Regierung.

Renzi drängte erneut die EU, sich aktiver für die Bewältigung des Flüchtlingsnotstands einzusetzen. "Europa kann nicht einfach wegschauen. Das, was im Mittelmeer geschieht, betrifft uns alle", warnte der Premier.

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