Singles sterben früher als Verheiratete: Unsicherer Sex und Isolation als Ursachen

Sterblichkeit von nie Verheirateten um 58 % erhöht Fehlende Fürsorge von Kindern begünstigt Ableben

Singles sterben früher als Verheiratete: Unsicherer Sex und Isolation als Ursachen

Nie verheiratete Menschen laufen ein größeres Risiko, frühzeitig zu sterben. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftern der Universität von Kalifornien in Los Angeles, die im britischen Fachmagazin "Journal of Epidemiology and Health" veröffentlicht wurde. Für die Untersuchung wurden Daten von knapp 67.000 erwachsenen US-Bürgern von 1989 bis 1997 ausgewertet.

Die Wissenschafter vermuten, dass bei Unverheirateten soziale Isolation und fehlende Fürsorge durch erwachsene Kinder und Verwandte ein frühzeitiges Ableben begünstigen. Zudem könnten unsichere Sex-Praktiken zu einer höheren Zahl von Aids-Infektionen in dieser Gruppe führen.

Unverheiratete sterben oft früh
Die Wissenschafter fanden bei ihren Untersuchungen eine klare Verbindung zwischen Langlebigkeit und Ehe. Das Risiko für Witwen und Witwer, zwischen 1989 und 1997 zu sterben, war demnach 40 Prozent höher als bei Ehepartnern. Bei Geschiedenen oder getrennt Lebenden war das Risiko um 27 Prozent höher. Und wer nie verheiratet war, hatte eine um 58 Prozent höhere Todeswahrscheinlichkeit - und das, obwohl die Gruppe bei anderen Risikofaktoren wie Alkohol und Übergewicht im Schnitt besser lag als Verheiratete.

Laut der Erhebung war 1989 aus dem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt der USA fast die Hälfte verheiratet, zehn Prozent verwitwet, 12,5 Prozent geschieden und drei Prozent lebten getrennt. Vom Rest lebten fünf Prozent in einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft und rund 20 Prozent waren nie verheiratet. (APA/red)