Simoncelli-Tod von

Auf dem Sarg lag der Helm

Stars, Fans und Angehörige trauern um den Italiener. Vater nimmt Sanitäter in Schutz.

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    Das Motorrad des Fahrers wird von Helfern in die Kirche geschoben

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    Der tote MotoGP-Star wird beerdigt

Zehntausende Fans haben am Donnerstag von dem in Malaysia verunglückten Motorrad-Piloten Marco Simoncelli Abschied genommen. In der Kirche von Simoncellis Heimatort Coriano unweit der Adria-Stadt Rimini versammelten sich Angehörige und Freunde des Piloten, sowie Stars des Motorsports wie Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Loris Capirossi und Sete Gibernau. Auch Vettel ist bestürzt. Simoncellis Vater nimmt indes die Sanitäter in Schutz.

Rossi, der zu den engsten Freunden des 24-Jährigen zählte, verfolgte mit Tränen in den Augen die Zeremonie. Rechts und links des Sargs wurden in der Kirche zwei Motorräder Simoncellis aufgestellt. Auf dem Sarg lag der Helm des Piloten mit der Nummer 58.

Zehntausende trauern in ganz Italien
Tausende Fans versammelten sich vor der Kirche Corianos und verfolgten die Trauerzeremonie auf Monitoren. Kinder ließen Luftballons in den Himmel steigen. Ein langer Applaus begrüßte der Sarg, der aus der Kirche getragen wurde. Weitere 10.000 Fans versammelten sich auf der Rennbahn von Misano, wo ebenfalls Bildschirme platziert wurden, auf denen die Menschenmenge die Trauerzeremonie verfolgen konnte.

Sarg mit Glasdeckel
Vor dem Begräbnis waren tausende Fans Stunden lang Schlange gestanden, um in der Aufbahrungshalle in Coriano noch einmal einen Blick auf den Piloten werfen zu können. Simoncellis Leiche war in einem Sarg mit Glasdeckel ausgestellt worden.

Auch Vettel trauert
Sebastian Vettel (24) kann nicht bei den Feierlichkeiten sein. Vettel, der den Horror-Unfall vor dem Fernseher verfolgt hatte, zeigte sich jedoch tief bewegt: „Ich habe Marco persönlich gekannt und hatte ihn dieses Jahr noch getroffen. Das Warten vor dem Fernseher war ganz schlimm, vor allem weil man mit immer längerer Dauer wusste: Das ist kein gutes Zeichen.“

Vater nimmt Sanitäter in Schutz
Nachdem ein Video aufgetaucht war, dass zeigt, wie ein Sanitäter den Mottorad-Star von der Trage fallen ließ, kam der Verdacht auf, dass Simoncelli erst nach einem Sturz von der Trage gestorben sei. Dies dementierte jetzt Vater Paolo:

„Die Sanitäter mit der Trage haben ihr Bestes gegeben. Als sie meinen Jungen auf die Trage legten, habe ich seine Hand genommen, wollte mich verabschieden. Aber er war schon tot.“