Silvio Berlusconi von

"Durchgebumst"

Tschechiens Außenminister mit deftiger Kritik an Italiens Regierungschef

Silvio Berlusconi - "Durchgebumst" © Bild: Reuters

Nicht nur in Italien, auch im Ausland wird jetzt scharf gegen Silvio Berlusconi geschossen. Tschechiens Außenminister Schwarzenberg sagt in einem Interview mit der tschechischen Tageszeitung "Lidove noviny", der italienische Regierungschef habe sich "durchgebumst", anstatt sich Reformen zu widmen. Die Folge ist eine diplomatische Kontroverse zwischen Italien und Tschechien.

Schwarzenberg hat in dem Interview auf die Frage, ob Italien für den Beitritt zur Eurozone ausreichend vorbereitet gewesen sei, gesagt: "Italien hat damals noch besser ausgesehen. Tatsache ist, dass Berlusconis Regierung fehlenden Reformeifer zu verantworten hat. Berlusconi hat leider - halten Sie sich ihre Ohren zu (so Schwarzenberg zu seinen Mitarbeitern gewandt, Anm.) - diesen Zeitraum durchgebumst, anstatt ihn für Reformen zu nutzen."

Der italienische Botschafter in Tschechien, Pasquale D'Avino, forderte daraufhin laut der Nachrichtenagentur CTK eine Erläuterung im Prager Außenministerium. Schwarzenberg hat den tschechischen Begriff "prosoustat" benutzt, der auch in tschechischer Sprache vulgär ist und im Zusammenhang mit dem Geschlechtsverkehr verwendet wird. Schwarzenberg wollte offenbar auf die Affären Berlusconis mit mehreren Frauen hinweisen.

Laut dem Sprecher des tschechischen Außenministeriums, Vit Kolar, hat "niemand" die Aussage Schwarzenbergs bei dem Besuch des italienischen Botschafters im Außenministerium "dramatisiert". Das Gespräch habe in einem "freundschaftlichen Klima" stattgefunden. Beide Seiten hätten sich gegenseitig "hervorragende bilaterale Beziehungen" versichert.

Kommentare

Italien und der Euro Diese EU und der tolle Euro wird mir jeden Tag unsmypatischer. Zuerst pflastert man unter dem Blumenkohl und dem Waigel alias die Schöpfer des Euro dieses zweifehlhafte Konstrukt zusammen und jetzt wo es nicht mehr rund lauft werden, laufend schuldige gesucht. 1.) Griechenland Letzendlich doch die EU Komission die den Beitritt zum Euro genehmigt hat. Dass die Zahlen nicht gestimmt haben ist eine andere Sache. 2.) Italien - Siehe 1.). Dass von den Nationalstaaten die notwendigen Reformen aus politischen Gründen versäumt wurden ist eien alter Hut, das ist bitte in österreich auch nichts Neues. All die Super Klugen die jetzt auf Griechenland und Italien zeigen, sollten mal so ehrlich sein und sich überlegen wie es bei ihnen aussieht, nicht viel besser. Das ganze ist Heuchelei und Aktionissm

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