Silvesterknaller kommen dieses Jahr teuer:
Böller-Sündern droht Strafe von 3.600 Euro

Pyrotechnikgesetz wurde heuer deutlich verschärft Polizei kontrolliert verstärkt am Wiener Silvesterpfad

Silvesterknaller kommen dieses Jahr teuer:
Böller-Sündern droht Strafe von 3.600 Euro © Bild: APA/DPA/Lübke

Zu Silvester kracht und knallt es wieder gewaltig. Vielerorts wird das neue Jahr mit Raketen, Schweizerkrachern und Co. begrüßt. Doch Vorsicht, das Pyrotechnikgesetz wurde Anfang 2010 deutlich verschärft: Das Abfeuern im Ortsgebiet und in der Nähe von Menschenansammlungen ist verboten. Feuerwerks-Sündern drohen Anzeigen und Geldstrafen von bis 3.600 Euro, Hersteller, Importeure und Händler müssen bei Verstößen gegen das Gesetz sogar mit Strafen bis zu 10.000 Euro rechnen. Die Polizei will heuer verstärkt kontrollieren, auch am Wiener Silvesterpfad.

In vielen Städten herrscht aufgrund der Menschenmassen absolutes Knall- und Feuerwerksverbot. Auch in der Wiener City haben "schießfreudige" Besucher des Silvesterpfades Pech gehabt, denn die Mitnahme von pyrotechnischen Gegenständen aller Klassen ist untersagt. "Im Bereich des Stephansplatzes wird sicherlich streng kontrolliert und auch entlang des Pfades gibt es punktuelle Kontrollen", erklärte Roman Hahslinger von der Wiener Polizei gegenüber NEWS.at. Wer beim Zünden von Böllern erwischt wird, dem wird "der Feuerwerkskörper abgenommen und es kann Anzeige erstattet werden", sagte Hahslinger. Maximal droht dann eine Verwaltungsstrafe von 3.600 Euro.

10 Millionen Euro für Feuerwerkskörper
Dennoch wollen viele Österreicher nicht auf die bunte Feuerwerkspracht verzichten. Jeder Vierte wird sich heuer laut Schätzungen der Wirtschaftskammer Österreich an der mitternächtlichen Farbenpracht am Silvesterhimmel durch Raketen, bengalische Feuer oder andere Pyrotechnik beteiligen. Am liebsten werden Kleinfeuerwerke gemeinsam mit der Familie, Freunden und Bekannten veranstaltet. Heimische Verkaufsstellen dürfen zwischen Weihnachten und Silvester mit einem Umsatz von mehr als 10 Millionen Euro Umsatz rechnen.

Knallerbsen ab 12, Babyraketen ab 16 Jahren
Mit dem neuen Pyrotechnikgesetz wurden auch die Altersklassen neu bestimmt. "Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F1 - dazu gehören etwa Knallerbsen oder so genannte Mäusepiepser - dürfen nicht an unter 12-Jährige abgegeben werden", erklärte Robert Siegert, Fachhändler und Sprecher der Wirtschaftskammer. Jugendliche kommen nun allerdings leichter an Feuerwerksartikel. 16-Jährige dürfen Raketen der nächsthöheren Kategorie F2 - wie zum Beispiel Babyraketen oder Feuertöpfe - erwerben. Bisher lag die Altersgrenze bei 18 Jahren.

Der richtige Umgang mit den Feuerwerksartikeln sei enorm wichtig, wie der Feuerwerks-Experte bekräftigte: Zu beachten sei, mit Feuerwerks- und Knallkörpern stets vom Körper weg zu hantieren, niemals auf Menschen zu zielen oder bereits gezündete Feuerwerkskörper nicht in den Händen zu behalten. "Und: Auch kleinste Feuerwerkskörper dürfen nur entsprechend der Gebrauchsanweisung verwendet werden," sagte Siegert.

Unfälle: Vor allem Kinder und Jugendliche betroffen
Immer wieder kommt es in der Silvesternacht zu Unfällen und Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Vor allem junge Männer und Jugendliche, aber auch Kinder seien betroffen, wie Konsumentenschutzminister Hundstorfer betonte. Er forderte den Handel daher auf den Handel auf die Abgabebeschränkungen an Kinder und Jugendliche strikt einzuhalten. "Aber natürlich sind auch Eltern oder ältere Geschwister gefordert diese sinnvollen gesetzlichen Bestimmungen nicht zu umgehen, indem sie Feuerwerksartikel an Kinder weitergeben", mahnte Hundstorfer.

Weiterführender Link:

Pyrotechnikgesetz 2010

(red)

Kommentare

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aber wo sind die kontrollore...... bei uns in floridsdorf zentrum wird schon seit über 3 wochen des nachts gelärmt mit überlauten feuerwerkskörpern .....hauptsächlich wird dies von den vielen ausländern betrieben, die unsere weihnachtsruhe stören wollen.......polizeilich passiert überhaupt nichts. es wird von jahr zu jahr immer ärger !!!! was nutzen da strafen, wenn die verursacher schnell auf&davon sind......

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Re: aber wo sind die kontrollore...... na das gilt ja nur für österreicher!!!

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