"Signatur" von 17 Tumorarten untersucht: Krebs ist Krankheit vieler Gen-Mutationen

Auch Wiener AKH-Dermatologen an Studie beteiligt

Krebs ist eine Krankheit, die durch viele Gen-Mutationen charakterisiert ist. Was in kleineren Untersuchungen längst vermutet wurde, bestätigt jetzt der Test von 1.000 Tumor-Gewebeproben durch ein internationales Wissenschafterteam, dessen Ergebnisse in "Nature Genetics" online veröffentlicht wurde. Beteiligt daran waren auch Fachleute von der Universitätsklinik für Dermatologie am Wiener AKH.

Die Fachleute untersuchten die Existenz bzw. die Nichtexistenz von Mutationen von bereits bekannten Krebsgenen (Onkogenen) in 1.000 Gewebeproben von 17 verschiedenen Krebsarten. Die Bandbreite reichte Lungenkrebs über das Melanom bis hin zu Eierstock-, Prostatakrebs und dem Multiplen Myelom. Die Fachleute, unter denen sich auch Univ.-Doz. Dr. Stephan Wagner von der Wiener Universitäts-Hautklinik und vom Centrum für Molekulare Medizin (CeMM) befand, etablierten 245 verschiedene Testanordnungen, in denen nach 238 bekannten Mutationen von 17 Krebsgenen bestimmten. Dabei zeigte sich, dass 14 der Onkogene zumindest ein Mal mutiert waren. Bei 30 Prozent der Proben konnte zumindest eine Mutation festgestellt werden.

Bei mehreren Krebsarten, so auch beim Melanom konnten während der Studie auch neue und nicht bekannte Mutationen bei einigen Tumoren entdeckt werden. Unerwartet hoch, so die Wissenschafter, war die Zahl der bei den Krebszellen jeweils gleichzeitig vorliegenden Mutationen. (APA/red)