Staatsholding von

Siegfried Wolf warnt
vor 1,8-Milliarden-Euro-Problem

ÖIAG-Aufsichtsratsvorsitzender im Interview: "OMV-Syndikat ist gefährdet"

Staatsholding - Siegfried Wolf warnt
vor 1,8-Milliarden-Euro-Problem © Bild: News Deak Marcus E.

Problematisch sieht Siegfried Wolf, Aufsichtsrats-Chef der Staatsholding ÖIAG, die Konstruktion der Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungsholding GmbH (ÖBIB). Die ÖBIB soll ja die seit dem Jahr 2000 in dieser Form bestehende ÖIAG im März ablösen. „Das OMV-Syndikat ist in Gefahr“, warnt Wolf in einem Exklusivinterview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS in der heutigen Ausgabe.

„Die IPIC kann unter gewissen Umständen eine Put-Option ziehen“, erklärt Wolf gegenüber NEWS. Eine Put-Option bedeutet, dass der eine Partner die Aktien des anderen kaufen muss, wenn dieser sie anbietet. Wolf stellt die entscheidende Frage: „Wird die Republik einspringen und um 1,8 Milliarden Euro den Viertelanteil der IPIC an der OMV kaufen, wenn die sich aufgrund der neuen Situation verabschieden?“

Hintergrund ist, dass die OMV durch ein Syndikat beherrscht wird, das der österreichische Staat über seine Staatsholding ÖIAG mit dem der International Petroleum Investment Company (IPIC), einem Unternehmen der Vereinigten Arabischen Emirate, geschlossen hat. Die ÖIAG hält 31,5 Prozent der OMV-Aktien, die IPIC 24,9 Prozent. Zusammen gehören dem Syndikat also 56,4 Prozent der OMV.

Auch auf das Syndikate bei der Telekom Austria könnte es negative Auswirkungen geben, weil, die neue ÖBIB sowohl Struktur- als auch Personaländerungen mit sich bringt. „Da haben die verantwortlichen Verhandler offenbar zu wenig nachgedacht“, kritisiert Wolf, der die Rückkehr der Parteipolitik in die Verstaatlichte Industrie befürchtet.

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Kommentare

Um das Wohl der verstaatlichten Unternehmen haben sich SPÖ+ÖVP noch nie gekümmert. Hauptsache sie können möglichst viele ihrer Parteigünstlinge dort mit hochbezahlte Jobs versorgen. Den Rest zahlt ohnehin immer der Steuerzahler.

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