Siege für Braga und Spartak: Linz und
Stranzl stehen vor Aufstieg im UEFA-Cup

Arnautovic als einziger ÖFB-Legionär in der Startelf Europas Top-Clubs mit unterschiedlichen Leistungen

Siege für Braga und Spartak: Linz und
Stranzl stehen vor Aufstieg im UEFA-Cup © Bild: Reuters

Drei Siege und zwei Niederlagen für Österreichs Legionäre brachten die Hinspiele in der ersten Hauptrunde des UEFA Cups. Die Teamspieler Martin Stranzl und Roland Linz stehen mit ihren Clubs Spartak Moskau und Braga vor dem Einzug in die Gruppenphase. Twente Enschedes Marko Arnautovic war der einzige rot-weiß-rote Legionär, der über die volle Distanz spielte, kassierte aber in Rennes eine Niederlage.

Für Braga, den Club von ÖFB-Stürmer Linz, dürfte das Retourspiel in der Slowakei nach dem Heim-4:0 (3:0) gegen Artmedia Pressburg nur noch Formsache sein. Linz kam ab der 62. Minute zum Einsatz. Sein Sturmpartner Ze Meyong mit einem "Hattrick" (18., 31./Elfmeter, 76.) und Evaldo (3.) sorgten für klare Verhältnisse. Spartak Moskau ohne ÖFB-Teamverteidiger Stranzl verschaffte sich mit dem 1:0 (0:0) beim tschechischen Club Banik Ostrau eine gute Ausgangslage für das Retourspiel.

Stranzl stand zwar im Kader des Neo-Trainers Michael Laudrup, kam jedoch nicht zum Einsatz. Ekrem Dags Club Besiktas Istanbul reist nach dem 1:0 (0:0) daheim gegen Charkiw ebenfalls als Favorit zum Rückspiel in die Ukraine. Dag wurde in der 87. Minute eingewechselt. Marko Arnautovic, der bei Twente Enschede durchspielte, verlor in Rennes 1:2 (1:1). Die Niederländer gingen zwar durch Denneboom (12.) schnell in Führung, mussten aber durch Etoundi (36.) und Bocanegra (49.) noch eine Niederlage einstecken.

Die Hoffnungen von Harun Erbek und Turgay Bahadir, mit Kayserispor in die Gruppenphase einzuziehen, sind nach dem 1:2 (0:1) im Heimspiel gegen Paris St. Germain deutlich geschwunden. Kezman traf bereits nach fünf Minuten für die Franzosen. Toledo glich in der 87. Minute aus, ehe Luyindula eine Minute vor Schluss wieder den alten Abstand herstellte.

Im Gegensatz zu Erbek (nicht im Kader) und Bahadir, der ab der 70. Minute zum Einsatz kam, machten die türkischen Fans auf sich aufmerksam. Mit einem Transparent mit der Aufschrift "Sarkozy, wir sind die Kinder des Osmanen-Reichs, die Welt braucht unser Blut" protestierten sie gegen den französischen Staatspräsidenten und Vorsitzenden des Europäischen Rates und dessen Integrationspolitik.

Für die Top-Clubs gab es Licht und Schatten: Während der AC Milan mit dem 3:1 gegen Sturm-Bezwinger FC Zürich einen ersten Schritt aus der Krise machte, enttäuschten die deutschen Spitzenclubs. Dortmund erlitt eine 0:2-Heimblamage gegen Udine, Hamburg kam ebenfalls vor eigenem Publikum nicht über ein 0:0 gegen den rumänischen Provinzclub Urziceni hinaus.

Englands neuer "Krösus" Manchester City schaffte sich nach Rückstand in Nikosia gegen Omonia mit dem 2:1 eine gute Ausgangsposition. Ajax Amsterdam dürfte der Aufstieg nach dem 4:1 beim serbischen Vertreter Cacak ebenfalls nicht mehr zu nehmen sein. Everton (2:2 gegen Standard Lüttich) und Tottenham (2:1 gegen Wisla Krakau) erwarten auswärts noch schwierige Aufgaben.

(apa/red)