Sieg des Weltmeisters hilft auch dem Vize: Frankreich und Italien jetzt fix bei der EURO!

Niederlande, Spanien, Polen und Kroatien sind dabei Türkei nach Sieg in Norwegen mit guten Chancen

Sieg des Weltmeisters hilft auch dem Vize: Frankreich und Italien jetzt fix bei der EURO!

Die heiße Phase im Kampf um die Startplätze für die EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz hat einige ebenso dramatische wie entscheidende Wendungen gebracht. Die WM-Finalisten Italien und Frankreich buchten genauso ihre EURO-Tickets wie Kroatien, Polen, Spanien und die Niederlande. England darf nach einer 1:2-Niederlage Russlands in Israel wieder hoffen. Dem Mutterland des Fußballs reicht bereits ein Remis gegen die fix qualifizierten Kroaten.

Der Weltmeister qualifizierte sich in dramatischer Manier. Italien siegte dank eines Kopftores von Panucci in der 91. Minute bei strömendem Regen in Schottland 2:1 und nahm dadurch auch Frankreich mit nach Österreich bzw. in die Schweiz. Schottland-Kapitän Ferguson hatten das frühe Führungstor der Italiener nach 67 Sekunden durch Bayern-Stürmer Luca Toni in der 65. Minute ausgeglichen. Die Schotten drängten daraufhin auf den Sieg, der ihnen die dritte EM-Teilnahme gebracht hätte. Die größte Chance vergab McFadden (81.).

"Zu sagen, meine Spieler waren großartig, wäre eine Untertreibung", lobte Italiens Teamchef Roberto Donadoni den Kampfgeist seiner Mannschaft. "Alle Spieler verdienen es. Dieses italienische Team hat Charakter." Frankreich-Teamchef Raymond trauerte sogar ein wenig einem möglichen Entscheidungsspiel gegen die Ukraine nach.

England erhält Schützenhilfe durch Israel
Ein solches steht England gegen Kroatien bevor. Der israelischen Schützenhilfe sei Dank. Die Israelis leisteten gegen Russland die erhoffte Gegenwehr und siegten dank eines Kontertores von Golan in der Nachspielzeit mit 2:1. Bei einem Sieg der Russen, die in der zweiten Spielhälfte klar dominiert hatten, hätte England seine EURO-Hoffnungen vorzeitig begraben müssen. Sitschew traf beim Stand von 1:1 die Außenstange, nachdem Biljaletdinow (61.) die israelische Führung durch Barda (10.) ausgeglichen und Russland-Teamchef Guus Hiddink alles nach vorne geworfen hatte.

"Ich habe immer daran geglaubt", sagte England-Teamchef Steve McClaren erleichtert. "Man muss Israel für die professionelle Art, wie sie diesen Job erledigt haben, Anerkennung zollen. Sie haben gezeigt, was für eine stolze Nation sie sind." Kroatien stand nach dem Punkteverlust Russlands schon vor Ende der 0:2-Niederlage in Mazedonien, zu der Mattersburg-Legionär Naumoski in einer wahren Schlammschlacht einen Treffer beisteuerte, als EM-Teilnehmer fest.

Smolarek schießt Polen zur EM
Die Niederlande qualifizierten sich mit einem 1:0-Sieg gegen Luxemburg, Polen erstmals in der EM-Geschichte mit einem 2:0-Sieg gegen Belgien dank eines Doppelpacks von Smolarek (45., 49.). Spanien entschied den Schlager gegen Schweden in Madrid mit 3:0 für sich. Capdevila (14.), Iniesta (39.) und Sergio Ramos (64.) trafen für die Iberer. Dahinter hielt auch Außenseiter Nordirland seine kleine Quali-Chance mit einem 2:1-Sieg gegen Dänemark am Leben. Die Nordiren müssten allerdings zum Abschluss in Spanien gewinnen und auf eine Heimpleite der Schweden gegen Lettland hoffen.

Türkei mit guten Chancen
In Gruppe A musste die Partie Serbien - Kasachstan wegen der Schneemassen in Belgrad verschoben werden. Der Qualifikation sehr nahe ist neben Portugal (1:0 zu Hause gegen Armenien, Finnland und Serbien noch im Rennen) auch die Türkei. Die Türken landeten im Schlüsselspiel in Norwegen einen wichtigen 2:1-Sieg. Emre (31.) und Nihat (59.) drehten die Partie, nachdem Hagen die Norweger in Oslo per Fallrückzieher in Führung gebracht hatte (10.). Ein Sieg zum Abschluss gegen Bosnien-Herzegowina würde den Türken damit reichen.

Keine Spannung mehr in Gruppe D
Ihre Sorgen längst los sind die bereits qualifizierten Favoriten in Gruppe D. Tschechien besiegte den Nachbarn Slowakei mit 3:1, Deutschland Zypern mit 4:0. Für die DFB-Elf trugen sich Fritz (2.), Ersatz-Kapitän Klose (20.), Podolski (53.) und Hitzlsperger (82.) in die Schützenliste ein. Die EM-Endrunde geht von 7. bis 29. Juni 2008 in Szene. Die Auslosung der Vorrunden-Gruppen erfolgt am 2. Dezember 2007 in Luzern. Inklusive der Gastgeber stehen bisher 12 von 16 Teilnehmern fest.

(apa/red)

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