"Sieg des Herzens über das Geld": Villacher SV feiert das halbe Dutzend an Meistertiteln

5.000 feierten Erfolg des Kärntner Eishockey-Teams Mion: "Beste Verteidigung, Top-Goalie und -Angriff"

In einem weiß-blauen Meer ist am Sonntag Abend die Villacher Stadthalle untergegangen. 5.000 Fans feierten den sechsten Eishockey-Meistertitel des EC Pasut VSV, den Torjäger Dany Bousquet nach 17:31 Minuten der Verlängerung fixierte. "Man muss den Moment genießen. Es war ein Sieg des Herzens über das Geld", meinte VSV-Obmann Giuseppe Mion nach dem 3:2-Erfolg im sechsten Spiel der "best of seven"-Serie gegen den Top-Favoriten Red Bulls Salzburg. Am Dienstag (17:00) erfolgt die offizielle Saisonabschluss- und Meister-Feier am Villacher Rathausplatz.

Dass eine Star-Truppe nicht unbedingt den Titel holen muss, wurde auch heuer unter Beweis gestellt. Im Vorjahr versuchte es der VSV mit der größten Ansammlung von NHL-Spielern in der österreichischen Eishockey-Geschichte (Divis, Krog, Moreau, Weinrich). "Das waren die besten Legionäre, die jemals beim VSV gespielt haben", sagt Obmann Giuseppe Mion. Im Halbfinale war gegen den späteren Meister Vienna Capitals dennoch Endstation. In dieser Saison rüstete Red Bulls Salzburg auf, scheiterte aber in der Entscheidung an Villach.

"Wir haben die beste Verteidigung, Torhüter Prohaska hatte eine super Saison, und vorne haben wir Ausnahmekönner wie Bousquet, Gauthier, Brown oder Kaspitz. Und wir sind eine verschworene Gemeinschaft. Im Vorjahr hatten wir vielleicht die besseren Einzelspieler, aber nicht das bessere Team", sah Mion die Pluspunkte in der richtigen Mischung.

Den Schlusspunkt unter eine spannende Saison und eine mitreissende Finalserie setzte der Top-Scorer. "Das ist das beste Tor, das mir jemals gelungen ist", freute sich Bousquet, die Nummer eins in der Punkteliste (86) und in der Torschützenliste (47). Auch Prohaska (92,85 Prozent gehaltener Torschüsse) führte die Statistik an, in ihm personifiziert sich die Steigerung gegenüber dem Vorjahr am besten. Er mauserte sich wieder zu einem sicheren Rückhalt und durfte zwei Tage nach seinem 30. Geburtstag seinen zweiten Meistertitel feierte. "Er ist die Nummer eins in Österreich", meint Mion.

Den ersten Titel in seinen rund 30 Jahren als Spieler und Trainer in Österreich durfte Greg Holst feiern. "Ich freue mich vor allem für meine Spieler und die Fans. Was die Mannschaft geleistet hat, ist unglaublich. Wir haben einen fantastischen Siegeswillen gezeigt und gegen eine sehr gute Salzburger Mannschaft gewonnen", erklärte der Meistermacher. (apa/red)