Sieg in Adelboden, Schladming und Zagreb:
Big Events sind ganz nach Matts Geschmack

Wieder voll im Rennen um die kleine Kristallkugel Im Slalomweltcup nur mehr 57 Punkte hinter Grange

Sieg in Adelboden, Schladming und Zagreb:
Big Events sind ganz nach Matts Geschmack © Bild: AP/Auletta

Sieg in Adelboden, Sieg in Schladming, Sieg in Zagreb. Big Events sind ganz nach dem Geschmack von Slalom-Ass Mario Matt. "Du musst cool bleiben, konzentriert und deine Arbeit machen. Diese Rennen mag ich. Ich weiß nicht, aber vielleicht kann ich mich dafür noch zusätzlich motivieren", sagte der Tiroler, der bei der Herren-Weltcup-Premiere auf dem Sljeme der große Triumphator war und nun bei drei Saisonerfolgen hält. Da der im Slalomweltcup führende Franzose Jean-Baptiste Grange schwächelt, sieht es für Matt mit nur noch 57 Punkten Rückstand gut für die kleine Kristallkugel aus.

"Ich werde es so gut wie möglich versuchen, aber ich denke nicht an die Kugel. Voriges Jahr war es sehr eng, vielleicht geht es sich heuer aus. Ich bin in guter Form und es sind noch zwei Rennen", sagte der Flirscher, der den perfekt organisierten Bewerb auf dem Bärenberg und die tolle Atmosphäre genoss.

Zagreb mit Zeug zum Klassiker
Zagreb hat das Potenzial, ein echter Klassiker zu werden. Und bei solchen Events ist mit Matt, der 2000 in Kitzbühel seinen ersten Weltcupsieg feierte, immer zu rechnen. "Ich freue mich das ganze Jahr auf den Jänner mit den großen Rennen", erwähnte er. 2008 wird der Slalom in Zagreb zum Jahresbeginn stattfinden und Matts Vorfreude auf dieses Monat noch ein wenig größer sein.

Das ÖSV-Team fliegt von Zagreb nach Vancouver, in Whistler Mountain finden mit Super-G und Riesentorlauf Olympia-Testrennen im Rahmen des Weltcups statt. Matt wird den RTL bestreiten, auf den Übersee-Trip zu verzichten und Kraft zu sparen, zumal auch die Wetterprognosen für die kanadische Region nicht gerade günstig sind, war kein Thema. "Der Riesentorlauf wird schon stattfinden, und ich habe danach eh wieder zwei Wochen Zeit", erklärte Matt. Die Speed-Tage in Kvitfjell lässt er aus, es folgen für ihn danach noch Kranjska Gora und das Weltcup-Finale in Bormio.

Rückenprobleme im Griff
Die Rückenprobleme hat Matt, der trotz 60.000 Euro Preisgeld in Zagreb nicht vor hat, seine aus 23 Pferden bestehende Araber-Zucht zu vergrößern, derzeit dank Physiotherapie gut im Griff. Mit dem Saisonverlauf ist er zufrieden. "Ich hatte ein paar Ausfälle, darunter Wengen und Garmisch, aber ich hatte auch ein paar sehr gute Rennen und jetzt drei Siege, damit bin ich sehr glücklich." (apa/red)