Fakten von

Sieben Kinder bei
Luftangriff in Syrien getötet

Aktivisten vermuten Russland hinter Attacke in Idlib

Bei einem Luftangriff in der nordwestsyrischen Provinz Idlib sind nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mindestens neun Zivilisten getötet worden. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle fügte hinzu, wahrscheinlich sei der Angriff von der russischen Luftwaffe verübt worden. Bei den Toten handle es sich um sieben Kinder und zwei Schwangere.

Die in Großbritannien angesiedelte Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Die Luftwaffen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und seines Verbündeten Russland sind wiederholt beschuldigt worden, Zivilisten und zivile Einrichtungen in Syrien zu bombardieren. Moskau versichert, die Angriffe gälten "Terroristen".

Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sagte, bei dem Angriff auf die Stadt Chan Sheikun im Süden Idlibs sei eine Straße getroffen worden, auf der die Kinder spielten - vier Mädchen und drei Buben.

Die Provinz Idlib wird größtenteils von dem islamistischen Rebellenbündnis Jaish al-Fateh (Armee der Eroberung) kontrolliert. Ihm gehören unter anderem die Jihadisten der Fateh-al-Sham-Front an, die bis zu ihrer selbsterklärten Abspaltung vom Al-Kaida-Netzwerk Al-Nusra-Front hieß. Nach Angaben der Beobachtungsstelle ist Idlib in den vergangenen Woche verstärkt bombardiert worden. Die UNO und die USA stufen die Fateh-al-Sham-Front als "Terrororganisation" ein, Russland sieht ihre Kämpfer als "legitime Ziele" an.

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