Sicherheitsrisiko Frühjahrsputz: Täglich 50 Verletzte - vor allem Frauen ab 60 betroffen

März & April: Mehr als 3.000 Verletzte prognostiziert

Österreichische Krankenhäuser müssen sich derzeit auf täglich etwa 50 verletzte Frühjahrsputzer einstellen. Darauf macht das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) aufmerksam. Fast 65 Prozent der Opfer kommen zu Schaden, weil sie entweder ausrutschen, stolpern oder aus der Höhe fallen. Die häufigsten der schweren Verletzungen: Knochenbrüche, vorwiegend am Handgelenk, offene Wunden und Prellungen.

Insgesamt werden in den Monaten März und April 2007 mehr als 3.000 Personen Opfer des Saubermachens im eigenen Haushalt. Die Unfallhergänge reichen von "beim Abwaschen zerbrach Trinkglas und ich habe mich an der Hand geschnitten" bis zu "beim Fensterputzen ausgerutscht und zwei Meter tief gefallen", erläuterte das KfV.

Speziell beim Putzen von hohen Gegenständen wie Kasten oder Küchenzeile ist Vorsicht geboten. "Rollende, wackelige Sessel oder Türme aus Möbeln sind keine geeigneten Aufstiegshilfen", warnte Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. "Auch wer eine Trittleiter benutzt, tut gut daran, nicht nur Socken oder Strümpfe zu tragen, sondern auch auf rutschfeste Schuhe zurückzugreifen."

Ältere Menschen sollten sich am besten professionelle Hilfe besorgen, denn gerade Frauen über 60 sind besonders sturzgefährdet. Fast ein Drittel alle Verletzten kommt aus dieser Gruppe. Nach wie vor scheint der Frühjahrsputz keine Sache der Männer zu sein: Mehr als zwei Drittel aller Verletzten sind Frauen. (apa/red)