Sicherheitsfirma stürmt Augartenspitz:
Besetzung durch Aktivisten wurde beendet

Demonstranten waren gegen Konzertsaal-Neubau Anwesende Polizisten griffen bei der Aktion nicht ein

Sicherheitsfirma stürmt Augartenspitz:
Besetzung durch Aktivisten wurde beendet © Bild: APA/Gindl

Die Besetzung des Augartenspitzes durch Gegner eines dort geplanten neuen Konzertsaales für die Wiener Sängerknaben wurde in der vergangenen Nacht durch ein privates Sicherheitsunternehmen beendet. Die Polizei bestätigte, dass Mitarbeiter einer Security-Firma um 4.00 Uhr früh sieben Aktivisten, darunter den Grünen Bezirksrat Peter Horn, von dem Gelände entfernten.

Die Polizisten seien anwesend gewesen, hätten aber nicht eingegriffen. Die Räumung war demnach um 5.21 Uhr beendet. Ermöglicht wurde die Aktion laut Polizei durch einen gültigen Bescheid der Burghauptmannschaft, der die mit den Bauarbeiten beauftragte Firma zur Räumung des Geländes ermächtigt. Der Grüne Bezirksrat erstattete Anzeige wegen versuchter Körperverletzung, die Sicherheitsfirma wiederum wegen Sachbestätigung, weil im Zuge der Räumung eine Kamera beschädigt wurde.

Der Präsident der Wiener Sängerknaben, Walter Nettig, verteidigte unterdessen die Räumung. "Im Laufe der vergangenen Jahre wurden bereits einige Änderungen in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt vorgenommen und auch auf berechtigte Anliegen der Anrainer Rücksicht genommen". Das Konzept, das nun umgesetzt werde, sei hervorragend und wichtig für die Sängerknaben sowie die gesamte Kulturstadt. Man verbaue mit 1.000 Quadratmetern schließlich nur zwei Promille des Augartens, so Nettig.
(apa/red)