Sicherheit wird in Rom groß geschrieben:
Tausende Polizisten & Soldaten im Einsatz

Schutz bei Monumenten, U-Bahnen und Institutionen Flughafen wappnet sich für massive Demonstrationen

Strenge Sicherheitsmaßnahmen sind in Rom wegen des Gipfeltreffens der G8 ergriffen worden. Tausende von Soldaten und Polizisten bewachen die Innenstadt. Der Gipfel findet in L’Aquila statt, nur 100km von Rom entfernt.

Alle wichtigsten Monumente, Zugänge zu den U-Bahnen und die Sitze wichtiger Institutionen werden strengstens kontrolliert. Über 10.000 Sicherheitskräfte werden zum Schutz der 29 Regierungschefs und 40 Delegationen in der italienischen Hauptstadt eingesetzt.

Demonstration der Globalisierungskritiker
Schärfste Vorkehrungen wurden auch auf dem römischen Flughafen Fiumicino sowie auf dem Zentralbahnhof Termini ergriffen. Aus gutem Grund: Denn im norditalienischen Vicenza war es bereits wenige Tage vor dem G8-Gipfel zu einer Demonstration der Globalisierungskritiker gegen die geplante Erweiterung eines US-Stützpunktes in der Stadt gekommen. Die Demonstration artete in Krawalle aus, bei denen sechs Polizisten verletzt wurden.

Schutz des Vatikans & Empfang der First Ladys
Selbstredend wurden auch die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Vatikan verschärft. Trotzdem wird der Papst am Mittwoch die Ehefrauen der Regierungschefs persönlich zu einer Audienz empfangen. Unter ihnen befinden sich auch Michelle Obama und Carla Bruni. Erstere hat den Wunsch geäußert, mit ihren Töchtern Sasha und Malia das Kolosseum und das Kapitol in Rom besichtigen zu wollen. Bruni hingegen widmet sich dem Dorf Onna, einer Ortschaft, die vom Erdbeben im April in der Region Abruzzen besonders stark beschädigt wurde. Die frantzösische First Lady hatte schon in den vergangenen Wochen Geld für den Wiederaufbau Onnas gespendet.

G8-Gipfel im verwüsteten L’Aquila
Mit der Entscheidung, den G8-Gipfel gerade in der verwüsteten Abruzzen-Stadt L’Aquila stattfinden zu lassen, möchte Berlusconi seine Solidarität mit den Bewohnern der Region demonstrieren. Die Regierungschefs sollen nicht in Luxus-Hotelräumen über die Sicherheit der Welt entscheiden, sondern direkt mit den Problemen der Menschen konfrontiert werden. Berlusconi hat aber auch eine Image-Aufbesserung nötig: In den vergangenen Monaten sorgte er mit seinen angeblichen Frauenaffären nicht nur in Italien für Negativ-Schlagzeilen.
(Manuel Simbürger)