Schneiders Rat von

Sich etwas zutrauen

Das müsste "sogar" ich schaffen

Schneiders Rat - Sich etwas zutrauen © Bild: Privat

Kommt Ihnen dieser Satz auch bekannt vor? Ich persönlich ertappe mich immer wieder dabei, so über mich selbst zu denken und das dann auch noch wirklich zu glauben. Erschreckenderweise verlernen wir alle irgendwann, uns selbst wirklich etwas zuzutrauen (oder zumindest der Großteil von uns verlernt es bis auf ein paar Ausnahmen mit einer beneidenswert großen Selbstüberzeugung oder vielleicht sogar Selbstüberschätzung, die denken, alles zu können). Als Kinder sind wir noch glücklich und unbedarft. Und probieren Dinge einfach aus. Wenn wir hinfallen, stehen wir wieder auf, wenn wir mit dem Fahrrad ohne Stützräder umfallen, steigen wir wieder auf. So denken und handeln Kinder. Lösungsorientiert, pragmatisch und völlig unkompliziert. Irgendwann auf dem Weg ins Erwachsenenalter verpuffen diese wunderbaren Eigenschaften dann aber ganz einfach. Ohne jede Vorwarnung. Genauso, wie sich in der Pubertät unser Körper völlig verändert, verändert sich auch unser Gemüt. Und es kommt zu inneren Dialogen wie "Das müsste sogar ich schaffen". Oder noch schlimmer, wir beginnen uns selbst runterzumachen mit Gedanken wie: "Wie kann einer alleine nur so blöd sein?"

Diese Frage stelle ich mir leider relativ oft. Wenn ich meinen Schlüssel verlege oder mir das Handy runterfällt - um nur zwei Beispiele zu nennen. Das kann aber immer mehr ausufern, und dann beißt sich die Katze in den Schwanz. Weil wir natürlich irgendwann beginnen, tatsächlich daran zu glauben, was wir von uns denken. Und dann auch genauso handeln. Nämlich verunsichert. Schluss damit! Gewöhnen Sie sich an, sich jedes Mal, wenn Sie ihr Licht wieder unter den Scheffel stellen, darauf zu reagieren. Das kann sein, dass Sie sich selbst ganz leicht zwicken oder liebevoll auf die Zunge beißen. Irgendetwas Körperliches, das Sie daran erinnert, sofort mit diesen negativen Gedanken aufzuhören. Sie werden sehen, es lohnt sich! Es wäre ja auch noch schöner, wenn wir uns jetzt auch noch selbst das Leben schwer machen. Indem wir Dinge zu uns sagen, die, uns von anderen gesagt, sehr verletzen würden. Die Verletzung bleibt nämlich. So, oder so ...

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