Flucht von

#showyourfacechallenge: Auch
Fischer für mehr Menschlichkeit

Bundespräsident ruft in Video alle Bürgermeister auf, die Aktion zu unterstützen

Heinz Fischer © Bild: APA/Roland Schlager

Die #showyourfacechallenge gegen Fremdenhass und Hetze zieht immer weitere Kreise. Nach Ski-Star Marcel Hirscher hat am Donnerstag auch Bundespräsident Heinz Fischer via kurzer Video-Botschaft für die offene Aufnahme von Flüchtlingen und gegen Hetze und Fremdenhass Stellung bezogen.

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"Lieber Marcel Hirscher, wir kennen uns und du hast mich für diese Aktion nominiert. Das freut mich, ich bedanke mich und greife das gerne auf", begann Fischer seine einminütige Ansprache. "Es geht darum, gegenüber Flüchtlingen ein menschliches Gesicht zu zeigen, die in Not sind und Asyl brauchen. Gerade in den letzten Tagen ist schon sehr viel auf diesem Gebiet gemacht worden. Ich bin stolz auf die Menschen, die gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit auftreten und die wissen, dass man solche Probleme nur mit Menschlichkeit lösen kann", so der Präsident weiter.

Danke, Marcel Hirscher, dass Du mich für die #showyourfacechallenge nominiert hast. Auch ich zeige Gesicht: Gegen Hetze und Hass & für mehr Mitgefühl und Menschlichkeit in unserem Land!

Posted by Bundespräsident Dr. Heinz Fischer on Thursday, 3 September 2015

Wie bei jeder Challenge werden auch hier am Ende des Clips weitere Menschen nominiert, dem Beispiel zu folgen und an der Aktion teilzunehmen. Fischer, der selbst von Marcel Hirscher nominiert wurde, ging jedoch einen etwas anderen Weg. Anstatt mehrere Einzelpersonen dazu aufzufordern, seinem Beispiel zu folgen, appellierte er pauschal an alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, "menschliche Gesichter" zu zeigen und die Aktion zu unterstützen.

Aktion von Schauspieler gestartet

Ins Leben gerufen wurde die #showyourfacechallenge erst am Montag von dem 32-jährigen Schauspieler Wojo van Brouwer. „Es kann nicht sein, dass die Menschen, die gegen Flüchtlinge hetzen, lauter sind als wir - die Menschen, die Flüchtlinge mit offenen Armen in unserem Land willkommen heißen. Wir müssen unser Gesicht zeigen und genau aus diesem Grund möchte ich diese Challenge ins Leben rufen“, sagt van Brouwer in seinem Video.

Die #showyourfacechallenge ist nicht die einzige Initiative, die sich dieser Tage für mehr Menschlichkeit im Umgang mit den Flüchtlingen einsetzt. Auch das Frauenmagazin "Woman" hat am Donnerstag ein Video veröffentlicht, in dem prominente Österreicherinnen aus Kultur, Wirtschaft, Medien, Sport und Sozialwesen unter dem Hashtag #WirStehenAuf ihre Stimme erheben.

Kommentare

margamarga melden

Wer kümmert sich um die eigenen Bürger, die Systemerhalter sind und von Ex-Frauen und deren Anwälten an den Rand der Existenz gebracht werden? Es interessiert nicht einmal die eigene Gemeinde, wie und wo sie leben! Nicht einmal, wenn so eine arme Sau ein engagierter Freiwilliger im sozialen Dienst ist!
Die Menschlichkeit sollte in den eigenen Reihen anfangen!

PH71 melden

Das ist die traurige Realität, aber irgendwann wird sich das rächen, wenn die "durchschnittlichen" Systemerhalter (jedoch nicht systemrelevant) schön systematisch ruiniert werden... Man denke auch an die CHF-Kreditnehmer, die von Banken über den Tisch gezogen wurden und NIEMANDEN in der Politik interessiert das.. Wo ist da die Menschlichkeit und die Gutmenschen???

Ivoir
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Diese Menschen haben eben die Schnauze voll von unseren leeren Versprechungen. Immer wieder kamen der Staat und auch die NGOs mit großen und kleinen Projekten in die Problemregionen. Und sie waren willkommen, aber dann beendete man Projekte einfach nur, weil bei uns eine neue Regierung gewählt wurde, und das Außen-od. Innenministerium wieder mit jemanden besetzt wurde ....

Ivoir
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der diese Art der Entwicklungshilfe nicht befürwortete. Viele bestehende gute Projekte wurden dann auch nicht mehr bis zu deren Autonomie gefördert oder begleitet. Die Betroffenen Menschen dieser Regionen standen nun da, die alten Strukturen zum Teil vernichtet und die Neuen noch nicht abgeschlossen. Und das ging Jahrzehnte so, die staatlichen Projekte dienten nur zur Ausbeutung der 3. Welt ....

Ivoir
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deren korrupte Regierungschefs alles versprachen um an Macht und Ansehen stärker zu werden. Das Volk blieb auf der Strecke. Die Entwicklung und Bildung wurde durch die Gewinnsucht unserer Regierungen und den Kriegsspielen unter den verschiedenen ethnischen Diktatoren verhindert. Die Auswirkungen der Interventionen anderer Staaten (US, UK, China, Rußland usw.) hier an zu führen ist wohl müßig.

Frustriert melden

Das ist so wahr und so traurig...

Mehr Menschlichkeit wäre, die Flüchtlinge vor Ort abzuholen statt sie vorher über die gefährliche Überfahrt übers Mittelmeer zu schicken, in Ungarn müssen sie sich auf Gleise legen um später in Traiskirchen unter freien Himmel zu schlafen....

hat er das auch wie sonst alles andere von einem zettel abgelesen den ihn einer zuvor geschrieben und in die hand gedrückt hat!?

christian95 melden

Als Bundespräsident hätte er die Möglichkeit die InnenministerIn bzw. die gesamte Bundesregierung vorzuladen und seinen Wunsch durchzusetzen. Warum macht er das nicht?
(Schließlich war es ja seine Wunschregierung die er selbst angelobt hat).

Elcordes melden

Und wieder einmal löscht die Redaktion Beiträge. Wir leben in einer Demokratie.

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