Showdown zwischen Ried und Sturm: Duell
um den letzten Platz für die Europa-League

Rieder brauchen zu Hause Sieg mit 3 Toren Differenz Gludovatz: "Grazer mit leichtestem Spiel des Lebens"

Showdown zwischen Ried und Sturm: Duell
um den letzten Platz für die Europa-League © Bild: APA/rubra

Ried und Sturm kämpfen heute (15.30 Uhr LIVE auf NEWS.at) im Fill-Metallbau-Stadion im direkten Duell um den letzten freien Europa-League-Startplatz. Die Oberösterreicher stehen in der 36. und letzten Runde mit dem Rücken zur Wand, müssen sie doch zumindest mit drei Toren Unterschied gewinnen. Das gelang den zu Hause noch unbesiegten Riedern gegen die Steirer allerdings in der laufenden Saison schon einmal.

"Die Situation ist psychologisch sehr schwierig, es ist ein Muss-Sieg", sagte Ried-Coach Paul Gludovatz. Der Ex-ÖFB-Nachwuchs-Teamchef sieht seine Mannschaft in der totalen Außenseitererrolle. "Die Grazer haben das leichteste Spiel des Lebens, sie können auf die Fehler des Gegners warten. Ich wäre lieber in der Rolle des Franco Foda", meinte der 63-Jährige. Ein kleiner Vorteil sei einzig das Heimspiel. "Das Stadion wird ausverkauft sein, die Leute und die Mannschaft freuen sich auf die Partie", merkte Gludovatz an.

Der Tabellenfünfte hat als einziges Bundesliga-Team im Spieljahr 2008/09 vor eigenem Publikum noch nicht verloren, 13 Siegen stehen vier Remis gegenüber. Die letzte Heimniederlage kassierten die Innviertler beim letztjährigen Saisonabschluss am 26. April 2008. Zudem hat die Gludovatz-Elf sowohl insgesamt als auch im eigenen Stadion drei Erfolge in Serie gefeiert und in den vergangenen sieben Partien nur drei Gegentreffer kassiert.

Trotz der tollen eigenen Statistik und der Ausgangslage erwartet der Ried-Trainer keinen defensiv eingestellten Gegner. "Sturm wird sich nicht hinten hineinstellen, sie werden ihr Spiel spielen", ist sich der Burgenländer sicher. Gludovatz kann möglicherweise aus dem Vollen schöpfen, nur der Einsatz von Kapitän Herwig Drechsel ist wegen einer Oberschenkelzerrung fraglich. "Dass werden wir erst kurzfristig entscheiden, wenn er sich fit meldet, wird er auch spielen", sagte Rieds-Coach.

"Wir wollen auch in Ried gewinnen"
Für die Grazer geht es nicht nur um den Europacup-Startplatz, sondern auch um die Verteidigung des dritten Tabellenplatzes vor der durch den Cupsieg fix für die Europa-League-Qualifikation startberechtigten Wiener Austria und Ried. "Wir wollen auch in Ried gewinnen und Dritter werden. Wir können es aus eigener Kraft schaffen", sagte Sturm-Coach Franco Foda.

Die Steirer haben trotz der tollen Heimbilanz der Oberösterreicher keine Angst vor der Reise ins Innviertel. "Wir haben vor keinem Angst", betonte der Deutsche und wies auf die eigene Serie von neun Spielen ohne Niederlage hin. Foda erwartet ein ausgeglichene Partie. "Die Rieder wittern ihre Chance, sie haben zuletzt unheimlich gut und sehr kompakt gespielt, aber der Druck auf Ried wird groß sein", meinte der Sturm-Coach.

(apa/red)