Sherlock Holmes 2 von

Irrwitzige Verbrecherjagd

Charmanter und unterhaltsamer Actionfilm mit Robert Downey Jr. und Jude Law

Sherlock Holmes 2 - Irrwitzige Verbrecherjagd © Bild: Warner

Robert Downey Jr. ist für seine exzentrischen Rollen bekannt. Als er vor zwei Jahren das erste Mal in die Rolle des englischen Privatdetektivs Sherlock Holmes schlüpfte, kam dabei so etwas heraus, wie ein viktorianischer Piratenkapitän Jack Sparrow - mit weniger Eyeliner, aber mehr manischen Anfällen. In seinem zweiten Filmabenteuer "Sherlock Holmes - Spiel im Schatten", ist der Detektiv seinem größten Erzfeind Professor Moriarty auf der Spur.

Ein Bombenanschlag in Straßburg sorgt im Jahr 1891 in Europa für Schlagzeilen. Während alle Welt die Schuld noch bei anarchistischen Gruppen sucht, ist Holmes sofort klar, dass dahinter nur einer stecken kann: Der Napoleon des Verbrechens, Professor Moriarty. Doch in seiner Besessenheit, das kriminelle Genie zu fassen, scheint er zusehends seinen ohnehin schon instabilen Verstand zu verlieren. Den letzten Rest an Rationalität versucht sein treu sorgender Freund Watson zu retten - er begibt sich mit Holmes auf die Jagd durch halb Europa.

Leichtfüßig
Mit Robert Downey Jr. ("Iron Man") und Jude Law ("Unterwegs nach Cold Mountain") hat sich das alte Duo des ersten Teils wieder zusammengefunden. In gewohnt leichtfüßiger Manier spielen die beiden den Manischen und den Überforderten. Neu dazugekommen ist hingegen Stephen Fry ("Blackadder"), der den charmanten, aber nicht weniger neurotischen Bruder Mycroft Holmes spielt.

"Mad Man" als Bösewicht
Mit der Wahl für Jared Harris ("Mad Men") als Moriarty haben die Macher eine mutige und richtige Entscheidung getroffen. Der Brite schafft es, die ganze abgründige Perfidität des Schurken vor der Kamera auszubreiten. Auch mit dabei: Noomi Rapace, die viele noch aus der Verfilmung der Millennium-Trilogie des schwedischen Autors Stieg Larsson kennen dürften.

Dynamischer Streifen
Guy Ritchie bringt einen ebenso charmanten wie unterhaltsamen Actionfilm auf die Leinwand. Mit einer spektakulären Inszenierung und seinem ungewöhnlichen Stil schafft es der Film, ungeheuer dynamisch zu wirken. Nur zur Mitte hin verliert der Film ein wenig an Schwung - spätestens zum Ende wird der Zuschauer dafür aber entschädigt.