Sharons Söhne als Reservisten eingezogen: Vom väterlichen Krankenlager weggeholt!

Omri und Gilad dienten bei den Falschirmjägern

Die beiden Söhne des seit Monaten im Koma liegenden ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon sind wegen der Libanon-Offensive in die Streitkräfte eingezogen worden. Wie die Tageszeitung "Maariv" berichtete, mussten Omri und Gilad Sharon die Wache am Krankenlager ihres Vaters unterbrechen. Der 78-jährige Ex-Premier liegt seit einem Schlaganfall im Jänner im Koma.

Omri hatte seinen Militärdienst 1982 bei den Fallschirmjägern absolviert. Sein Bruder diente in einer Elite-Einheit und wurde Offizier bei den Fallschirmjägern. Während der israelischen Libanon-Invasion 1982 war Ariel Sharon Verteidigungsminister.

Omri Sharon war Anfang des Jahres wegen illegaler Wahlkampffinanzierung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, die er nicht antrat. Sein Abgeordnetenmandat hatte der 41-Jährige bereits zuvor zurückgelegt. Zum Antritt seiner Haftstrafe räumte ihm das Gericht eine Frist bis 31. August ein, damit er Zeit mit seinem Vater verbringen könne. Ihm war zur Last gelegt worden, für den Wahlkampf seines Vaters um die Führung der Likud-Partei 1999 Briefkastenfirmen eingerichtet zu haben. Über diese soll dann Geld aus dem Ausland seinem Vater zugeflossen sein. Sharon war im November vorigen Jahres aus dem Likud ausgetreten und hatte eine neue Partei Kadima gegründet, die unter Ehud Olmert die Knesset-Wahlen gewann. (apa/red)