Shades of Grey von

Parodie auf Erotik-Roman

"Fifty Shames of Earl Grey" nimmt den Sado-Maso-Bestseller aufs Korn

Ist ein kulturelles Werk erfolgreich, lässt eine Parodie meist nicht lange auf sich warten. Demzufolge ist die Überraschung gar keine so große, dass dies nun auch auf „Fifty Shades of Grey“ zutrifft. Mit „Fifty Shames of Earl Grey“ ist die erste literarische Parodie auf den erfolgreichen Erotik-Roman erschienen.

Mehr als 20 Millionen Exemplare von „Fifty Shades of Grey“ wurden bereits verkauft. Der Erotik-Roman geht weg wie warme Semmeln. Nun gibt es die erste literarische Persiflage auf den Bestseller: „Fifty Shames of Earl Grey“ von Fanny Merkin. Das Buch ist tatsächlich ein ganzer Roman und behandelt die romantische Geschichte zwischen Bill Gates‘ Adoptivsohn und der unerwarteten Jungfrau Anna Steal.

Hexerei statt Sado-Maso
Der Protagonist Earl Grey setzt sich für ein Ende von „Drunk Diving“ („betrunkenes Tauchen“ – kein Tippfehler) ein, liebt Nickelback und Tom Cruise und steht auf BDSM, was hier soviel heißt wie „Barden, Drachen, Hexerei und Magie“ – und nicht „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“.

Kein Unbekannter
Die Autorin Fanny Merkin ist eigentlich ein Autor. Hinter dem Pseudonym steckt Andrew Schaffer, kein Unbekannter im Fach der Parodie. Schaffer ist bekannt für seine Fake-Twitter-Accounts, mit denen er sein Unwesen treibt. Bei „Fifty Shames of Earl Grey“ bleibt er dem Rhythmus und der Sprache von E.L. James treu, übertreibt aber natürlich damit maßlos. Laut „The Hollywood Reporter“ ist die Persiflage mit einer guten „Saturday Night Live“-Sendung zu vergleichen.

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