Sexuelle Nötigung von

Top-Polizist in Feldkirch angeklagt

Tiroler soll Interessentin für Polizeidienst in Büro sexuell bedrängt haben

Sexuelle Nötigung - Top-Polizist in Feldkirch angeklagt © Bild: Thinkstock

Der im Juli 2011 zum zweiten Mal vertagte Prozess gegen einen ranghohen Mitarbeiter der Tiroler Sicherheitsdirektion (SID) ist am Dienstagvormittag am Landesgericht Feldkirch fortgesetzt worden. Der Beamte muss sich wegen geschlechtlicher Nötigung und Missbrauchs der Amtsgewalt verantworten. Dem Spitzenpolizisten wird unter anderem vorgeworfen, im Jahr 2007 eine Interessentin für den Polizeidienst in seinem Büro sexuell bedrängt zu haben. Sollte der Tiroler schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Der Mann bestreitet den gegen ihn erhobenen Nötigungs-Vorwurf vehement. Die Frau habe irrtümlich bis zuletzt gedacht, dass er ihr bei der Aufnahme zur Polizei behilflich sein kann, was aber nicht der Fall sei, hatte der Angeklagte beim Prozessauftakt im Mai vergangenen Jahres betont. Es sei auf Initiative der Frau zu drei Küssen, aber zu keinerlei sexuellen Berührungen gekommen. Die Anzeige des mutmaßlichen Opfers sah er als Racheaktion, was aber die Frau - die nicht vor Gericht erschien - in einem Zeitungsinterview verneinte. Dass der engagierte Katholik und mehrfache Familienvater allerdings mit anderen Frauen Sex auf der Ledercouch seines Büros hatte, ist durch Spermaspuren belegt.

Der dritte Verhandlungstag begann mit der Einvernahme jener Zeugin, die aus gesundheitlichen Gründen in den vergangenen Monaten nicht vor Gericht erscheinen konnte. Zur Befragung der Frau schloss Richter Peter Mück die Öffentlichkeit von der Verhandlung aus.

Amtsmissbrauch: Polizist geständig
Zum Anklagepunkt des Amtsmissbrauchs hat der Spitzenpolizist bereits am ersten Prozesstag zugegeben, in vier Fällen Protokolle von Testberichten von Sicherheitskontrollen am Innsbrucker Flughafen ohne Wissen der Autoren abgeändert und ans Innenministerium nach Wien geschickt zu haben. Zum einen sprach er von einem Irrtum und von "sozialen Erwägungen", zum anderen falle die Abänderung der Berichte aber auch in seine ureigenste Kompetenz, hatte sich der Tiroler Ende Mai gerechtfertigt.

Kommentare

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Widerlich Eine Schande für die Polizei und ein Schlag ins Gesicht von all jenen Polizeibeamten die korrekt arbeiten.

mmeinung melden

Re: Widerlich Genau so ist es; das Hirn lässt aus.......

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