Fakten von

Sexuelle Belästigung
auch im britischen Parlament

Regierungssprecher: "Alle Vorwürfe werden ernst genommen"

Die britische Premierministerin Theresa May hat Frauen am Freitag dazu aufgerufen, sexuelle Belästigung im Londoner Parlament zu melden. Nach einem Bericht der Zeitung "The Sun" warnen unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Sekretärinnen in einer WhatsApp-Gruppe vor Kollegen und Vorgesetzten.

So sei ein Staatssekretär als "nicht sicher in Taxen" bezeichnet worden. In der Gruppe berichteten Frauen laut "Sun" auch, dass sie von Mitarbeitern der Parlamentarier in Fahrstühlen oder auf Partys begrapscht worden seien. Namen nannte die Zeitung aber nicht.

"Alle Vorwürfe werden ernst genommen", sagte ein Regierungssprecher. Die Premierministerin bitte alle Betroffenen darum, sich bei offiziellen Stellen zu melden. Man könne nicht reagieren, bevor die Fälle nicht gemeldet seien. Das Parlament richtete eine Hotline ein.

Dutzende Frauen, darunter Schauspielerinnen, haben in den vergangenen Wochen Hollywood-Filmmogul Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die Polizei ermittelt; der 65-Jährige streitet alles ab. Der Skandal hat Tausende Frauen veranlasst, in sozialen Medien unter dem Motto "#Metoo" (Ich auch) über ihre Erfahrungen zu berichten.

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