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Sexismus-Vorwürfe beschäftigen britisches Parlament

May: "Ich glaube nicht, dass die Situation noch länger hingenommen werden kann"

Die britische Premierministerin Theresa May hat wirkungsvollere Maßnahmen gegen sexuelle Übergriffe im Parlament in London gefordert. Zuvor hatten Medien über Vorwürfe gegen mehrere Abgeordnete berichtet. "Ich glaube nicht, dass die Situation noch länger hingenommen werden kann", schrieb sie in einem offenen Brief an den Parlamentssprecher John Bercow am Sonntagabend.

Am Wochenende waren Vorwürfe gegen mehrere Abgeordnete bekannt geworden. Unter anderem soll ein Staatssekretär seine Assistentin damit beauftragt haben, Sex-Spielzeug zu kaufen. Gegen ihn läuft nun ein Disziplinarverfahren, wie die Regierung mitteilte. Der "Times" zufolge zirkuliert unter Mitarbeitern in der konservativen Fraktion eine Liste mit 36 Abgeordneten, darunter mehrere Regierungsmitglieder, gegen die es Vorwürfe über "unangemessenes Verhalten" geben soll.

Ausgelöst wurde die Debatte in Großbritannien durch den Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, dem von mehreren Frauen sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen wird. Weinstein streitet die Vergewaltigungsvorwürfe ab.

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