Sex am Ende von

Adieu, Amazone!

Janina Lebiszczak schreibt als "Pandora" über Sex. Dieses Mal: "Sanft & sinnlich sei die Frau"

Sex am Ende - Adieu, Amazone! © Bild: NEWS

Sie sind weiblich und verbessern gerne die Welt? Sind moralisch gefestigt? Engagiert und emanzipiert? Patent, politisch korrekt? Und noch dazu überaus mitteilsam? Dann, werte Leserin, habe ich üble Nachrichten für Sie: Laut Urlaubslektüre („Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza) sind Sie beim starken Geschlecht ähnlich beliebt wie Rosinen im Müsli. „An Frauen schätzt man Sinnlichkeit, Leichtsinn, Hormone“, greift da der Zyniker die Übermutter an. „Aber Frauen, die die ganze Zeit zeigen müssen, wie hellsichtig sie sind, diese Hüterinnen der Welt, die stoßen uns ab!“

Nun, ich nehme an, dass es jenen Damen, die sich mit Emphase für die Stabilität der Menschheit starkmachen, herzlich egal ist, wie sie auf Männer wirken. Aber seien Sie bitte einsichtig, wenn Sie wieder mal auf eine Demo pilgern, statt stumm im Negligé Pasta zu kochen: Selbst wenn sich der Rauch der einst verbrannten BHs längst verzogen hat – manche Dinge ändern sich nie. Der Mann will gebraucht werden. Der Mann will schweigen. Und wohin mit der Frau, die nichts braucht und noch dazu dauernd ihre Ruhmestaten preist? Sicherlich nicht ins Bett. Keine Sorge, auch ich bestehe nicht nur aus Leichtsinn und versiegelten Lippen. Aber um guten, geilen Sex zu haben und vielleicht auch noch dazu eine stabile Beziehung, ist es ratsam, ab und an einfach mal die Klappe zu halten

Ein Mann ist nicht dafür gebaut, jedes Detail Ihres Daseins zu verarbeiten. Und eine Situation beharrlich durch Konversation regeln zu wollen ist nicht nur unsexy. Sondern vor allem: unmöglich.

Pandora im Radio: Jeden 6. um 23 h auf 88.6