Sex, Alkoholexzesse & Korruption in China:
Kommunistische Politiker sorgen für Unmut

Proteste: KP-Spitze will nun härter durchgreifen Funktionär starb nach Saufgelagen bei Banketten

Sex, Alkoholexzesse & Korruption in China:
Kommunistische Politiker sorgen für Unmut © Bild: APA/EPA/Yik

Sex- und Alkoholexzesse, teure Vergnügungsreisen und verschwenderische Partys: Das süße Leben kommunistischer Parteifunktionäre auf Kosten des Steuerzahlers haben in der chinesischen Bevölkerung den Unmut über ihre Führung wachsen lassen. Die um ihren Ruf besorgte KP-Spitze will dem Treiben nun einen Riegel vorschieben und kündigte eine Kampagne an, um "das Phänomen der Extravaganz und der Verschwendung auszumerzen".

Der oberste Korruptionsbekämpfer der Partei, Wu Yuliang, verwies dabei auf jüngste Erfolge. So seien in diesem Jahr 113.000 Funktionäre wegen Korruption bestraft worden. 4.300 Fälle wurden zu weiteren Ermittlungen an die Justizbehörden übergeben.

Funktionär starb nach Saufgelagen
In den vergangenen Monaten haben einige Fälle für Aufsehen in der Bevölkerung und Stirnrunzeln bei der KP-Führung gesorgt. So betrank sich ein Funktionär bei mehreren Banketten so heftig, dass er schließlich starb. Ein anderer wurde festgenommen, nachdem angebliche Tagebucheinträge von ihm im Internet veröffentlicht worden waren, in denen er über freizügigen Sex, Trinkgelage und Schwarzgeld-Zahlungen auf Partys berichtet hatte. Luxuriöse Dienstreisen von Funktionären nach Las Vegas und anderswohin kosten den Steuerzahlen jedes Jahr umgerechnet rund 44 Milliarden Euro, wie der staatliche Fernsehsender CCTV ausgerechnet hat. Bei einer dieser Reisen buchten Funktionäre vor zwei Jahren Hotelzimmer für umgerechnet 530 Euro pro Nacht in einem Hotel in Las Vegas und besuchten zudem eine Sexshow in San Francisco.

China hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Anti-Korruptions-Feldzüge gestartet. Mitunter wurden Richter und andere ranghohe Figuren der Partei- und Staatsführung zu Freiheitsstrafen verurteilt.

(apa/red)