Sevilla will nach UEFA-Cup-Triumph Triple holen: In 1. Liga nur zwei Punkte hinter Real

Ramos: "Titel nimmt uns große Last von Schultern" Cupfinal-Gegner ist Barcelona-Bezwinger Getafe

Sevilla will nach UEFA-Cup-Triumph Triple holen: In 1. Liga nur zwei Punkte hinter Real

Sevilla-Trainer Juande Ramos sieht durch den UEFA-Cup-Triumph gegen Espanyol Barcelona auch die Chance auf das "Triple" aus Europacup-Sieg, Meistertitel und Pokalsieg gestiegen. "Der Titel nimmt uns eine große Last von den Schultern und der Erfolg lässt uns sicherlich optimistischer in Richtung Meisterschaft und Cup blicken", hoffte der Erfolgscoach nach der erfolgreichen UEFA-Cup-Titelverteidigung. Im spanischen Cupfinale treffen die Andalusier auf Getafe, das im Halbfinale sensationell den FC Barcelona eliminiert hatte. In der Liga trennen Sevilla vier Runde vor Schluss nur zwei Punkte von Leader Real Madrid.

Der Erfolg nach Elfmeterschießen gegen Espanyol, der den Andalusiern die erste UEFA-Cup-Titelverteidigung seit 1986 (Real Madrid) einbrachte, sei verdient gewesen, meinte Ramos: "Wir waren zu keiner Zeit im Rückstand. Wir hatten mehr Chancen und haben das Spiel zumeist kontrolliert. Wenn es dann zum Elfmeterschießen kommt, ist es eine Lotterie. Ich denke, die Erfahrung des Finales im Vorjahr hat uns da geholfen." Eine spezielle Vorbereitung auf ein solches Elfmeterschießen sei nicht möglich. "Der Druck und die Müdigkeit sind nie dieselbe. Unsere Spieler waren brillant, besonders Palop", betonte der Erfolgscoach.

"Elfmeterschießen ist ein Glücksspiel"
Der angesprochene Sevilla-Torhüter, der drei Strafstöße gehalten hatte, gab sich aber bescheiden: "Elfmeterschießen ist ein Glücksspiel, es war Glück, drei zu halten. Ich bin kein Held, sondern nur ein Spieler des Teams." Der Sevilla-Schlussmann hatte schon in der ersten Hälfte (18.) mit einem weiten Auswurf die Vorarbeit zum 1:0 der Andalusier durch Adriano geleistet. Der 34-Jährige war der zu Beginn der Saison 2005/06 von Valencia zum FC Sevilla gestoßen, nachdem er dort sechs Jahre Ersatzmann von Ex-Nationaltorhüter Santiago Canizares gewesen war.

In der nun mit dem UEFA-Cup-Titel gekrönten Saison war Palop schon einmal als Held gefeiert worden. Im Achtefinale gegen Schachtjor Donezk köpfte er in der vierten Minute der Nachspielzeit nach einem Eckball zum 2:2 ein und erzwang so eine Verlängerung, die die Spanier schließlich mit 3:2 für sich entschieden. "Das ist ein Bewerb, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird - ich habe ein Tor geschossen, ein Tor aufgelegt und ein paar Elfmeter gehalten", meinte Palop salopp.

Die unterlegenen Katalanen blieben in 15 UEFA-Cup-Partien der Saison ungeschlagen und erzielten mit 34 die meisten Tore. "Niemand hat uns in dem abgelaufenen Bewerb besiegt und wir haben auch mit einem Mann weniger dagegen gehalten. Wir sollten stolz auf unsere Leistung sein", betonte Espanyol-Tormann Gorka Iraizoz.

(apa/red)