Sevilla strotzt nur so vor Selbstvertrauen:
Salzburgs UEFA-Cup-Gegner in Liga stark

1:0-Sieg gegen Atletico Madrid sorgt für Zuversicht Jimenez: "Wir können in jedem Stadion gewinnen"

Sevilla strotzt nur so vor Selbstvertrauen:
Salzburgs UEFA-Cup-Gegner in Liga stark © Bild: AP/De Olza

Ein 1:0-Auswärtssieg beim Champions-League-Teilnehmer Atletico Madrid war Kraftfutter für das Selbstvertrauen der Fußballer des FC Sevilla vor dem Rückspiel in der ersten Runde des UEFA-Cups am Donnerstag gegen Red Bull Salzburg. "Dieser Sieg lässt uns daran denken, dass wir in jedem Stadion gewinnen können", frohlockte Sevilla-Coach Manolo Jimenez.

Also auch im Salzburger EM-Stadion Wals-Siezenheim, wobei dies durch den 2:0-Polster aus dem Hinspiel für den Aufstieg in die Gruppenphase gar nicht nötig wäre.

Sevilla überzeugte durch eine solide Mannschaftsleistung. Auch die Sportzeitung "As" war von der Kompaktheit der Andalusier angetan: "Sevilla ist ein Fels und Atletico weit davon entfernt, ein Hammer zu sein. Die Burschen von Jimenez nahmen die Punkte mit, ohne etwas von einem anderen Stern zu zeigen. Ein Geistesblitz reichte, um einem direkten Rivalen in der Liga den Kinnhaken zu versetzen."

Starke Defensive
Auch das zweite große Sportblatt Spaniens, "Marca", konzedierte Sevilla vor allem eine starke Defensivleistung. Nach dem frühen Siegestreffer von Luis Fabiano (21.) verlegte sich Sevilla nämlich darauf, das Spiel zu kontrollieren. Während zuerst noch Aldo Duscher, Christian Romaric und Enzo Maresca hinter Stürmer Fabiano für Druck sorgen sollten, wurde im Lauf des Spiels zunehmend das Mittelfeld verstärkt, um den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. "Es war ein Beispiel purer Professionalität, in das sich niemand verlieben konnte", ätzte "As", "aber das war auch nicht das Ziel gewesen."

Jimenez war zufrieden: "Hätten wir uns zurückdrängen lassen, wäre es uns schlecht ergangen. Wenn wir dem Gegner die Initiative überlassen, leiden wir immer schrecklich. Wenn wir es schaffen, den Ball zu halten, haben wir schon viel gewonnen. Wir müssen einfach mit dem Ball leben."

Sevilla-Fans festgenommen
Dennoch war in Madrid aus Sicht der Andalusier nicht alles eitel Wonne. Vor dem Spiel im Estadio Vicente Calderon wurden 18 Sevilla-Fans wegen Tumulten, Ruhestörung und Angriffen auf die Exekutive festgenommen. Sie waren mit 42 Baseball-Schlägern, Feuerwerkskörpern und anderen als Waffen tauglichen Gegenständen bestückt in Richtung Stadion gezogen.

Personalmäßig macht Trainer Jimenez vor dem Salzburg-Spiel noch Aquivaldo Mosquera Sorgen. Der Verteidiger aus Kolumbien laboriert an einer Knöchelverletzung, die ihn noch mindestens zwei Wochen außer Gefecht setzt. Im Match gegen Atletico fehlte auch der Mali-Internationale Frederic Kanoute.

(apa/red)