Sevilla beendet die stolze Gunners-Serie:
Arsenals erste Heimniederlage seit 7. April

Spanien: "Sevilla übertrifft die Spielfreude Arsenals" Auch Roma, Sevilla und Inter sind jetzt fix dabei

Sevilla beendet die stolze Gunners-Serie:
Arsenals erste Heimniederlage seit 7. April

Die stolze Serie von Arsenal London hat ein jähes Ende gefunden. Nach 28 Pflichtspielen in Folge erlitten die "Kanoniere" mit dem 1:3 in Andalusien gegen den zweifachen UEFA-Cup-Sieger FC Sevilla im zur Gruppe H zählenden Champions-League-Spiel die erste Niederlage seit 7. April.

Der unerwartete Ausrutscher der Truppe von Trainer Arsene Wenger, der den deutschen Teamtorhüter Jens Lehmann abermals auf der Ersatzbank hatte schmoren lassen, hatte aber keine Konsequenzen. Der Tabellenführer der englischen Premier League stand bereits vorher im Achtelfinale, für das sich am Dienstagabend neben dem FC Sevilla auch der FC Barcelona, AS Roma und Inter Mailand qualifizierten.

Die spanische Presse feierte den UEFA-Cup-Gewinner aus Sevilla, der dank der Treffer von Seydou Keita (24.), Luis Fabiano (34.) und Frederic Kanoute (89./Foulelfmeter) mit 12 Punkten sogar die Tabellenführung in der Gruppe H vor Arsenal (10) übernahm. "Sevilla übertrifft die Spielfreude Arsenals und schlägt die Londoner mit ihren eigenen Waffen", schrieb "ABC". Arsenal war durch Eduardo (11.) früh in Führung gegangen und kassierte die ersten Gegentore im laufenden Wettbewerb. Lehmann-Rivale Manuel Almunia traf daran keine Schuld.

Coach Wenger sah von Schiedsrichter Eric Braamhaar (Niederlande) die Rote Karte. Der Elsässer lieferte dem vierten Offiziellen an der Linie ein Wortgefecht. "Ich weiß nicht, warum ich vom Platz geschickt wurde. Ich war sehr überrascht", sagte Wenger, der 1999 für sportlich vorbildliches Verhalten die Fair-Play-Trophäe des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) erhalten hatte. An der Niederlage gab es für Wenger nichts zu deuteln. "Wir haben gegen ein sehr gute Mannschaft gespielt. Sevilla hat den Sieg verdient."

Manchester weiter ohne Punkteverlust
Auch in den anderen Partien dominierten die spanischen, italienischen und englischen Teams. "Rom fegt wie ein Wirbelwind über Kiew", wählte die "Gazzetta dello Sport" die Schlagzeile nach dem beeindruckenden 4:1-Erfolg in der Ukraine gegen Dynamo Kiew. Ohne ihren Starstürmer Francesco Totti festigten die Römer (11 Punkte) den zweiten Platz in der Gruppe F hinter Spitzenreiter Manchester United (15), der dank eines Last-Minute-Tores von Christiano Ronaldo mit 2:1 gegen Sporting Lissabon den fünften Sieg im fünften Spiel feierte.

Inter Mailand (12) buchte das Achtelfinal-Ticket in der Gruppe G durch ein 3:0 gegen Fenerbahce Istanbul (8). Die Türken kämpfen im Fernduell mit dem PSV Eindhoven (7) um den zweiten Platz. Jefferson Farfan hielt mit seinem Treffer zum 1:0 in Russland gegen ZSKA Moskau die niederländische Philips-Truppe im Rennen.

Erste Zähler für Stuttgart
In der Stuttgart-Gruppe E reichte dem FC Barcelona auswärts gegen Olympique Lyon ein 2:2 zum Gruppensieg. Iniesta (3.) und Lionel Messi (58./Foulelfmeter) trafen für "Barca", Juninho (7./80./Foulelfmeter) rettete den Franzosen das Remis. Lyon und die punktegleichen Glasgow Rangers (beide 7), die 2:3 beim VfB Stuttgart verloren, ermitteln am 12. Dezember in Glasgow den zweiten Achtelfinalplatz.

Die Schwaben verbuchten im fünften Anlauf zwar die ersten Zähler, haben in der sechsten und letzten Runde aber wie die punktelosen Kiewer, ZSKA und Steaua Bukarest (erster Punkt durch 1:1 daheim gegen Slavia Prag) keine Chance mehr, wenigstens als Gruppen-Dritter in den UEFA-Cup wechseln zu dürfen.(apa/red)