Sesselrücken im Magna-Aufsichtsrat:
Frank Stronach und Franz Vranitzy gehen

Stronach gibt Präsidentschaft endgültig ab Vranitzky will dem Aufsichtsrat den Rücken kehren

Sesselrücken im Magna-Aufsichtsrat:
Frank Stronach und Franz Vranitzy gehen © Bild: APA/Pfarrhofer

Laut einem Medienbericht scheidet nicht nur Frank Stronach, sondern auch der frühere österreichische Bundeskanzler Franz Vranitzky (S) mit aus dem Board von Magna International aus.

Mit der mittwöchigen Hauptversammlung wird Vranitzky aus dem Board von Magna International ausscheiden, wie die Tageszeitung "Kurier" vorab in ihrer Mittwochausgabe berichtet. Auch der austrokanadische Frank Stronach scheidet am Mittwoch als Präsident des Aufsichtsrats aus. Über aktienrechtliche Veränderungen hatte Stronach im Sommer 2010 die Kontrolle über Magna aufgegeben und dafür ein Abfindungspaket von mehr als 1 Mrd. US-Dollar kassiert.

Vranitzky (75), der 14 Jahre lang im Board of Directors war, sagt in der Zeitung, er wolle Platz für Jüngere schaffen, er finde es aber schade, dass kein Österreicher mehr im Magna-Führungsgremium sitze. Aktuelle Sorgen um die österreichischen Magna-Standorte mache er sich trotz des Abgangs von Stronach sowie von Spitzenmanager Siegfried Wolf keine, denn "die österreichischen Betriebe sind gut ausgelastet und die Prognosen für die nächsten ein, zwei Jahre sind auch gut".

(apa/red)