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Serienmörder in London zu lebenslanger Haft verurteilt

41-jähriger Koch verabreichte vier Männern Drogen, um sie missbrauchen zu können

Ein schwuler Serienmörder, der seine Opfer zu sich in die Wohnung lockte und ihnen dort tödliche Mengen der Droge Liquid Ecstasy einflößte, ist vom Londoner Strafgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Old-Bailey-Gericht befand den 41-jährigen Koch Stephen Port am Freitag für schuldig, 2014 und 2015 vier Männer umgebracht zu haben, die er über das Internet kennengelernt hatte.

Das Gericht beschloss zusätzlich, dass Port nicht aus der Haft entlassen werden dürfe. Nach den Feststellungen des Gerichts hatte er den Opfern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren die Droge eingeflößt, um sie im bewusstlosen Zustand nach seinen Vorstellungen sexuell missbrauchen zu können. Die Leichen brachte er auf einen oder in die Nähe eines Friedhofs im Londoner Osten. Dort stellte er auch Flaschen mit der von ihm eingesetzten Droge ab, im Falle eines Opfers verfasste er einen fiktiven Abschiedsbrief wie nach einem Suizid.

Bei den Ermittlungen gab es womöglich zahlreiche Pannen, 17 Polizisten müssen mit Untersuchungen rechnen. Die Homosexuellen-Onlinezeitung "PinkNews" erhob den Vorwurf, nach seinen Hinweisen auf mögliche Querverbindungen zwischen den Fällen seien neun Monate verstrichen, bevor eine Morduntersuchung eingeleitet worden sei.

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