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Serien: Das bringt 2015

Von "Better Call Saul" bis "Altes Geld": Neue Produktionen und neue Stafflen

Better Call Saul © Bild: Getty/Brown

TV-Serien sind das neue Hollywood und nehmen der Filmwelt mehr und mehr Rampenlicht weg. Die Frage „Und welche Serien schaust du so?“, gehört mittlerweile bei fast jedem Gespräch unter Freunden dazu. Immer mehr ziehen das sogenannte „Binge-Watching“ zuhause dem Gang ins Kino vor. Darum ist auch der Nachschub wichtig und den gibt es in Form dieser Serien, die 2015 - endlich - weitergehen oder neu starten. Ein Überblick.

THEMEN:

Better Call Saul

Das „Breaking Bad“-Spin-Off rund um den schmierigen wie gewitzten und gewieften Anwalt Saul Goodman (Bob Odenkirk) wird von den Fans der Drogen-Serie schon sehnlichst erwartet. Die Serie ist als Prequel angelegt und konzentriert sich auf die „moralische Entwicklung“ des Anwalts, bevor dieser noch Walter White kennenlernt. Am 8 Februar startet „Better Call Saul“ bei AMC und fürs erste müssen die Fans wohl mit der Originalversion vorlieb nehmen.

Girls

Bereits am Sonntag ist die neue Staffel der beliebten Serie „Girls“ gestartet. Die Show von Lena Dunham rund um vier New Yorker Mitzwanzigerinnen begeistert Frauen wie Männer. Wann die vierte Staffel hierzulande startet, steht allerdings leider noch in den Sternen.

Altes Geld

„Braunschlag“ war ein voller Erfolg. Dieses Jahr im Herbst kommt die neue ORF-Serie von David Schalko. Gert Voss gab zunächst in "Altes Geld" den alternden Wiener Patriarchen Rauchensteiner, der auf der Suche nach einer Spender-Leber bereit ist, sein gesamtes Vermögen einzusetzen. Der Lockreiz des Geldes und die Gier der Familie sorgen daraufhin für einen blutigen Wettlauf. "Ohne Rücksicht auf Verluste" kämpfen neben dem kongenialen "Braunschlag"-Duo Robert Palfrader und Nicholas Ofczarek auch Manuel Rubey, Ursula Strauss, Simon Schwarz, Johannes Krisch, Thomas Stipsits, Nora von Waldstätten, Sunnyi Melles, Cornelius Obonya und viele andere. Aufgrund des Todes von Voss wurde dieser durch Udo Kier ersetzt.

Die Vorstadtweiber

Die Vorstadtweiber
© ORF/Petro Domenigg

Neben „Altes Geld“ gibt es mit „Die Vorstadtweiber“ eine weitere neue ORF-Serie, die bereits am 12. Jänner gestartet ist. Darin stehen die Schönen und Reichen mit all ihren Abgründen im Fokus. Gerti Drassl, Maria Köstlinger, Martina Ebm, Nina Proll und Adina Vetter changieren in den Hauptrollen zwischen scheinbar heiler Welt und dem alltäglichen Chaos, das Drehbuchautor Uli Bree über sie hereinbrechen lässt. Die Serie, die nicht von ungefähr an US-Vorbilder wie "Desperate Housewives" erinnert, geht auf eine Idee und Initiative von ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zurück. Ihr zufolge bietet die Geschichte der fünf "Weiber" "einen einmaligen Einblick in einen vermeintlich normalen Alltag, der ein bisschen anders, ein bisschen schräger und ein bisschen zugespitzter ist.“ Verantwortlich dafür zeichnen letztlich neben den Hauptdarstellerinnen und Bree auch die Regisseure Sabine Derflinger und Harald Sicheritz, die das turbulente Geschehen in zehn Episoden eingefangen haben.

12 Monkeys

Die Serie „12 Monkeys“ basiert auf dem gleichnamigen Film von Terry Gilliam aus dem Jahr 1995 mit Brad Pitt. Darin wird der Zeitreisende Cole aus der Zukunft geschickt, um eine Pandemie zu verhindern. Die Serie startet am 16. Jänner in den USA auf dem Sender „Syfy“.

The Odd Couple

Ein „Friends“-Star kommt wieder zurück auf die Bildschirme. Matthew Perry, vielen bekannt als „Chandler“ aus der Erfolgsserie, spielt einen Teil des ungleichen Wohnungspaares. Der zweite Teil wird von Tom Lennon gespielt, der den zugeknöpften Felix Ungar gibt, während Perry den offenen Oscar Madison spielt. Die Story basiert auf einem Broadway-Stück von Nail Simon. Die Serie folgt auf CBS direkt dem Serienfinale von „Two and a half Men“ am 19. Februar.

Mad Men

Sieben Episoden gibt es noch. Die letzten sieben. Dann ist „Mad Men“ Geschichte. Am 5. April ist es soweit, dann starten diese letzten Folgen mit Don Draper, Pete Campbell und Co. aus der New Yorker Werbefirma über die – leider vorerst nur – amerikanischen Bildschirme. Wann die großen Final-Episoden hierzulande zu sehen sind, ist noch nicht fix, doch eines verriet Showmacher Weiner bereits vorab: Er wolle die Fans nicht verärgern oder gar verwirren. Es soll zu einer schönen Sache werden, die aber auch negative Ereignisse nicht ausschließen soll. Man darf also gespannt sein.

Rock'n'Roll-Drama von Scorsese/Jagger

Auch darauf kann man sich freuen: Ein langjähriges gemeinsames Projekt von Regisseur Martin Scorsese und Rockstar Mick Jagger nimmt Gestalt an: Der US-Sender HBO gab Ende 2014 grünes Licht für eine noch unbetitelte Rock'n'Roll-Serie über "die von Drogen und Sex dominierte Musikszene rund um den Ausbruch von Punk und Disco" im New York der 70er Jahre. Bobby Cannavale (44, "Blue Jasmine") verkörpert darin Richie Finestra, Plattenboss von "American Century Records" mit einem Gespür für Stars, der eine lebensverändernde Entscheidung treffen muss. Olivia Wilde (30, "Dr. House") spielt seine Ehefrau Devon - ein ehemaliges Model, das während einer Krise ihres Mannes in alte Muster zurückfällt. In weiteren Rollen sind u.a. Ray Romano (56, "Alle lieben Raymond") als PR-Chef, Juno Temple, Jamie Vince und Armen Garo zu sehen. Auch Mick Jaggers Sohn, James Jagger, hat eine Rolle ergattert: Er spielt passend Kip Stevens, Frontmann der fiktiven Punkband Nasty Bits. Auch die Mafia soll eine große Rolle spielen. Noch ist nicht fix, ob die Serie 2015 wirklich schon startet, die Hoffnung ist aber groß.

Welcome to Sweden

Willkommen in Schweden! Doch so willkommen fühlt sich Bruce (Gred Poehler) gar nicht immer, als er seiner großen Liebe Emma (Josephine Bornebusch) von den USA in deren Heimatland folgt. Genau darin liegt auch die Komik der neuen Serie, die ein Projekt des tatsächlich ausgewanderten Gred Poehler und seiner berühmten Schwester Amy („Parks and Recreation“) ist. Neben der transnationalen Story, darf man einerseits auch über schöne Bilder aus dem hohen Norden sowie Gastauftritte von Amy Poehler, Will Ferrell oder Gene Simmons freuen. Im deutschsprachigen TV startet die Serie am 15. Januar auf NDR.

House of Cards

Frank Underwood treibt weiter sein Unwesen! Inzwischen ist der über Leichen gehende Politiker allerdings zu einem der mächtigsten Männer der Welt aufgestiegen: Frank Underwood ist US-Präsident. Kevin Spacey, der gerade erst mit einem Golden Globe für seine geniale Darstellung der Rolle ausgezeichnet wurde, kehrt am 27. Februar via Netflix zurück auf die heimischen Bildschirme.

Orange Is The New Black

Die Erfolgsserie des letzten Jahres, die Netflix-Serie „Orange is the new Black“ begeistert ihr Publikum durch die perfekte Kombination aus Witz und Drama. Piper Chapman, die mittelständige weiße Frau muss aufgrund eines Drogenschmuggels, den sie vor vielen Jahren für ihre damalige Lebensgefährtin erledigte, ins Frauengefängnis von Litchfield, wo ihre Welt auf den Kopf gestellt wird. Im Juni 2015 soll es mit der dritten Staffel weitergehen – und da „Orange is the new Black“ eine Netflix-Serie ist, wird sie wohl auch hierzulande zu sehen sein.

1864

Sieht aus wie „Borgen“, ist es aber – leider – nicht. Denn in „1864“ ist sowohl Frau Birgitte Nyborg (Sidse Babett Knudsen) als auch Kaspar Juul (Pilou Asbaek) wieder nebeneinander auf dem Bildschirm zu sehen. Doch die beiden wurden um über ein Jahrhundert in der Zeit zurückversetzt und spielen nun gemeinsam in der neuen Serie „1864“, eine dänisch-deutsche Produktion, in der es um den Krieg zwischen Dänemark und Preußen sowie Österreich geht. Arte zeigt das blutige Geschichtsdrama ab Juni in acht Teilen.

Twin Peaks

Brauchen Sie auch schon lange wieder einmal eine „damn good cup of coffee“ und vermissen sie auch schon den dazugehörigen Kirsch-Pie aus dem „Double R“-Diner? Dann haben Sie Glück! Denn nach 24 Jahren Entzug kommt endlich „Twin Peaks“ zurück auf die Bildschirme. David Lynch und Mark Frost haben sich bereit erklärt, neun weitere Folgen der Mysteryserie aus dem US-Nordwesten zu produzieren. Und noch besser: Auch Special Agent Dale Cooper, Kyle MacLachlan ist wieder mit von der Partie, wie er nun offiziell verkündete. Ob es auch wieder Riesen, Zwerge, den Red Room und mehr geben wird, ist noch nicht bekannt, leider auch nicht, ob die Serie bereits dieses Jahr fertig wird, doch sie wird 2015 bestimmt zumindest im Entstehen begriffen sein. Und das allein gibt bereits Grund zur Freude.

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