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Serie A: Juventus geht auf den
vierten Scudetto in Folge los

Italiens Oberhaus startet am Wochenende ohne ÖFB-Legionär in die neue Saison

Juventus geht auf den nächsten Titel los. © Bild: GEPA pictures/ Richiardi

Ohne österreichische Beteiligung startet die italienische Serie A am Wochenende in die neue Saison. Topfavorit ist einmal mehr Rekordmeister Juventus Turin, das auch ohne den zum Nationalteam abgewanderten Erfolgstrainer Antonio Conte den vierten Titel in Serie anpeilt. Als erster Herausforderer wird Vizemeister AS Roma gehandelt.

SSC Napoli, Inter Mailand, AC Milan und Fiorentina werden Außenseiterchancen zugebilligt. Rot-weiß-rot angehaucht ist lediglich die Serie B, der Österreicher-Club in der zweiten Liga Italiens ist FC Bologna. Beim Absteiger mit direkten Wiederaufstiegs-Ambitionen stehen mit Tormann Dejan Stojanovic (21), ÖFB-Teamverteidiger György Garics (30) und Mittelfeldspieler Marcel Büchel (23) gleich drei Österreicher unter Vertrag.

Bologna gegen Inter.
© GEPA pictures/ Richiardi György Garics (li.) will mit Bologna zurück ins Oberhaus.

Mittelfeldspieler Robert Gucher (23) geht mit Frosinone ins Rennen. Der Startschuss zur Serie B erfolgt bereits am Freitagabend (20.30 Uhr), Bologna ist im Eröffnungsmatch in Perugia zu Gast.

Allegri soll Erfolgslauf fortsetzen

Die Serie A wird am Samstag mit der Auswärtspartie von Juventus gegen Chievo Verona eröffnet (18.00 Uhr), knapp drei Stunden später empfängt Roma Fiorentina (20.45 Uhr). Bei Juve sitzt nun anstelle von Conte Massimiliano Allegri auf der Trainerbank. Dabei war der 47-Jährige in der vergangenen Saison bei Milan nach einer Serie von Pleiten und Enttäuschungen vorzeitig entlassen worden.

"Wir wollen und werden zeigen, dass wir es auch ohne Conte können", sagte Juve-Mittelfeldspieler Claudio Marchisio, der mit seinen Kollegen in der vergangenen Saison den beeindruckenden Serie-A-Rekord von 102 Punkten markiert hat. "Es wird jedes Jahr härter, wieder zu gewinnen. Aber vielleicht ist der neue Trainer die richtige neue Motivation für uns", meinte Marchisio.

Massimiliano Allegri.
© GEPA pictures/ Thomas Bachun Bei Milan agierte Allegri vergangene Saison glücklos.

Roma hatte sich über Rang zwei gefreut, der Rückstand auf Juve betrug allerdings satte 17 Zähler. "Wir versuchen, die vergangene Saison zu wiederholen, auch wenn das nicht leicht wird", erklärte Roms Mittelfeld-Legende Francesco Totti.

Auch Mailänder Klubs mit Ambitionen

Auch Inter Mailand, das sich mit Investor Erick Thohir im Rücken mit zahlreichen Neuzugängen (u.a. Nemanja Vidic) verstärkt hat, werden Chancen eingeräumt. Das gleiche gilt für den Lokalrivalen AC Milan, der nach einem Katastrophenjahr nicht international spielt und mit dem neuen Trainer Filippo Inzaghi wieder angreifen will.

Namhafte Transferkracher hatten die finanziell größtenteils angeschlagenen Serie-A-Clubs kaum vorzuweisen, stattdessen musste die Liga die Abgänge von Torschützenkönig Ciro Immobile (Borussia Dortmund) und Stürmerstar Mario Balotelli (Liverpool) verkraften. Nach dem Aus von Napoli sind zudem nur zwei italienische Clubs in der Gruppenphase der Champions League vertreten - das gab es in den vergangenen 15 Jahren nur einmal.

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