Serbiens Regierung lässt A-Tec abblitzen:
Vertrag mit der RTB wird in Kürze aufgelöst

Kommission wirft Kovats "Vertragsverletzung" vor Stattdessen Verhandlungen mit Deripaska-Firma

Serbiens Regierung lässt A-Tec abblitzen:
Vertrag mit der RTB wird in Kürze aufgelöst © Bild: APA/Techt

Die Regierungskommission für die Privatisierung des serbischen Kupferproduzenten RTB plädiert für die Auflösung des Vertrags mit der börsenotierten A-Tec Industries des österreichischen Industriellen Mirko Kovats. Kovats habe den Kaufvertrag nicht eingehalten, argumentiert die Kommission laut Sender B-92.

Der Beschluss der Kommission sei einstimmig gefasst worden, berichtete der Sender. Demnach beschloss die Regierungskommission in ihrer Sitzung am Nachmittag auch, die Verhandlungen mit der bei der Ausschreibung auf dem zweiten Platz gereihten Firma SMR des russischen Oligarchen Oleg Deripaska aufzunehmen.

Das Angebot von A-Tec sei vor allem auf Anraten der Gewerkschaftsvertreter zurückgewiesen worden, sagte Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic dem Sender. Die Gewerkschaften glaubten nicht, dass die Firma die für die weiteren Investitionen notwendigen Finanzmitteln werde aufbringen können.

Der Sitzung der Regierungskommission wohnten neben Wirtschaftsminister Dinkic noch Finanzminister Mirko Cvetkovic, Umweltminister Sasa Dragin, Arbeitsminister Rasim Ljajic, der stellvertretende Energieminister Dejan Rajkovic, die Leiterin der Privatisierungsagentur Vesna Dzinic sowie Vertreter der RTB-Geschäftsführung und der Gewerkschaften bei.

Die Beschlüsse der Regierungskommission werden der Regierung zugestellt, die die endgültige Entscheidung über das jüngste Angebot von A-Tec vom letzten Freitag am morgigen Donnerstag fassen soll. (apa/red)