Sensation in Innsbruck: Salzburger Bullen verlieren am Tivoli gegen Wacker Tirol 2:3

Siegestreffer der Tiroler fällt erst in Nachspielzeit Rene Aufhauser erzielt beide Salzburg-Treffer

Wacker Tirol hat Red Bull Salzburg mit einem 3:2-(1:0)-Heimsieg im Westderby einen schweren Dämpfer im Kampf um den Meistertitel versetzt. Die Bullen waren nur 15 Minuten lang ein wahres Meister-Team. Nach einem 0:1 zur Pause drehten sie das Spiel um, fielen aber danach unerklärlich zurück und gingen nach einem Feldhofer-Treffer in der Nachspielzeit noch als Verlierer vom Platz. Die Austria bleibt somit weiter Tabellenführer.

Zwei schwere Patzer von Salzburg-Tormann Manninger ebneten Tirol den Weg zum Sieg. Der österreichische Teamspieler faustete in der 72. Runde eine Hölzl-Flanke ins eigene Tor, in der Nachspielzeit blieb der Ex-Teamkeeper wie angewurzelt auf der Linie stehen, Feldhofer köpfelte aus kurzer Distanz ein (92.). Für Feldhofer war es sein zweites Saisontor, das zweite gegen Salzburg.

Besserer Start für Salzburg
Mit drei Ex-Tirol-Spielern (Knavs, Kirchler, Jezek) auf dem Spielfeld und einem Ex-Tirol-Trainer (Jara) auf der Bank starteten die "Bullen" besser ins Spiel. Ein Aufhauser-Schuss wurde bereits in der 3. Minute von Tirol-Verteidiger Knabel gefährlich abgefälscht, über Torhüter Planer senkte sich der Ball aber ins Außennetz. Auch Wacker deutete seine Gefährlichkeit an: Kolousek scheiterte in der 18. Minute an Salzburgs Manninger, der dem Tschechen den Winkel geschickt verkürzte.

Dank eines verstärkten Mittelfeldes erarbeiteten sich die Salzburger im Lauf der ersten 45 Minuten mehr Spielanteile, die Tiroler Verteidigung stand aber sicher, das Duo Feldhofer - Knabel hatte "Torgarantie" Janko im Griff. Als die 10.000 Zuschauer auf dem Tivoli neu schon mit dem Pausenpfiff rechneten schlug die Heimelf aber überraschend zu. Idealpass von Mittelfeld-Schaltzentrale Kolousek auf Brzeczek, der hob den Ball aus spitzem Winkel über Manninger ins lange Eck (47.).

Aufhauser dreht Spiel um
Im Stile eines Spitzenteams drehten die Mozartstädter nach dem Seitenwechsel aber das Spiel um. Nach einem Ivanschitz-Freistoß von rechts sorgte Aufhauser per Kopf (50.) zunächst für den Ausgleich. Salzburg wollte nun mehr, Jara wechselte mit Mayrleb (statt Jezek) einen zweiten Stürmer ein, und wurde belohnt: Kirchler-Pass auf die neue Spitze, dessen Flanke verwertete wieder Aufhauser zum Führungstreffer (52.).

Mit der Führung im Rücken war jedoch der Vorwärtsdrang vorbei, Wacker übernahm die Kontrolle über das Spiel. Nach dem Ausgleich durch das Manninger-Eigentor drückte Wacker auf den Siegestreffer, Hölzl (72.) und Kolousek (79.) vergaben Chancen. Auf der Gegenseite hätte Aufhauser fast noch ein drittes Tor erzielt, sein Kopfball wurde aber auf der Linie abgewehrt (74.).
(apa/red)