8 Ausflugs-Tipps für den Semmering

Per Rad, Fuß oder Bahn: Der Berg hat viel zu bieten.

Der Semmering war in den letzten Jahren nicht unbedingt das hippste Ziel, das man für einen Ausflug oder gar Kurzurlaub anvisierte. Viel zu sehr liegt über dem Berg noch das verstaubte Image mit seinen alten Hotels, in denen man „früher einmal“ auf Sommerfrische ging. Doch der Semmering hat viel zu bieten – und lockt nicht nur wegen seiner Nähe zu Wien. Hier die Top-Tipps:

von 20-Schilling-Blick © Bild: imago images / imagebroker

Wandern

Bahn-Wanderweg

Der Semmering lädt natürlich vorranging zum Wandern ein. Ein besonderer Track ist der Bahn-Wanderweg. Die Semmeringbahn, die von Gloggnitz nach Mürzzuschlag führt wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und dieser Weg führt ausgehend vom Bahnhof Semmering den Bahnkörper entlang und bietet Aussichtspunkten mit tollen Panoramablicken auf interessante Teile des Gesamtbauwerkes bis zum Bahnhof Breitenstein (9 km), Klamm (15 km), Payerbach (21 km) oder Gloggnitz (23 km). Natürlich gibt es dabei auch fantastische Aussichten auf die wunderbare Umgebung und die Natur.

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© imago images

Den Bahnwanderweg gibt es auch auf steirischer Seite, der hier als Themenweg geführt wird rund um Peter Rosegger, der hier die Kulturgeschichte des steirischen Semmerings erklärt. Dieser Weg ist 17 Kilometer lang und startet ebenfalls vom Bahnhof Semmering und geht bis zum Bahnhof Mürzzuschlag. Der Weg ist von November bis April allerdings gesperrt.

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© imago images / imagebroker Die UNESCO-Weltkulturerbe-Semmeringbahn

Zauberberg

Für Familien eignet sich natürlich auch der Zauberberg, den man nicht nur zu Fuß, sondern auch gemütlich mit der Seilbahn „erklimmen“ kann, um dann oben, ausgehend von der Milleniumswarte eine der vielen Wander-Touren mit verschiedenen Längen anzustreben oder einfach nur den tollen Panoramablick über das Semmering-Rax-Schneeberg-Gebiet zu genießen und zu einer der vielen Einkehrhütten zu wandern.

20-Schilling-Blick

Am Semmering gibt es auch den sogenannten „20 Schilling Blick“, der nicht nur ein atemberaubendes Panorama bietet, sondern auch ein – zumindest früher – sehr bekanntes. Denn es zeigt die Rückseite der einstigen 20-Schilling-Banknote. Zwischen dem Bergpanorama (zu sehen ist Pollereswand, Rax und Schneeberg) blickt man hier auf das 184 Meter lange und 46 Meter hohe „Kalte Rinne“-Viadukt der Semmeringbahn. Zu erreichen ist der Blick, der sich am Wolfsbergkogel befindet, über den Bahnwanderweg, nur 2 Kilometer vom Bahnhof entfernt.

Kinderbahnhof Semmering

Am Semmering dreht sich viel ums Bahnfahren, so auch dieser Kinderbahnhof. Für die kleinen gibt es in ca. 10 Minuten Gehweite vom Bahnhof Semmering entfernt den Themenspielplatz. Diesen erreicht man ebenfalls über den Bahnwanderweg und er eignet sich als Zwischenstopp auf diesem oder einfach als kleiner Spaziergang, um dort zu spielen und vorbeifahrende Züge zu beobachten.

Ghega-Museum

Ghega-Museum
© imago images/Volker Preußer Das Ghega-Museum

Carl Ritter von Ghega plante und überwachte einst den Bau der heute geschützten Semmeringbahn. Ein Projekt, das viele damals für nicht machbar hielten. In Breitenstein – ebenfalls am Bahnwanderweg nahe dem Viadukt „Kalte Rinne“ – gibt es das Ghega-Museum, das sich dem Leben des Ingeneurs widmet. Es wurde vor kurzem liebevoll saniert und strahlt seit 2015 in neuem Glanz. Der Betreiber führt gerne selbst durch die vielen Skizzen und Pläne, die den Fortschritt des Eisenbahnbaus dokumentieren. Der Besuch ist gratis, um freie Spende wird gebeten.

Bikepark

Am Semmering wird jedoch nicht nur gewandert und Zug gefahren, auch für Mountainbiker hat er etwas zu bieten, nämlich den Bikepark Semmering. Dieser bietet auf einer Gesamtlänge von zwölf Kilometer verschiedene Downhill-Strecken. Dabei gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, vom Einsteiger bis zum Profi, und bietet sich für einen Familienausflug an. Rund um den Bikepark bietet der Semmering ein 200 Kilometer langes Streckennetz für Mountainbiker mit acht Radtouren verschiedener Längen.

Millennium Jump

Auf 1.340 Metern befindet sich der höchste Punkt des Zauberbergs, die Millenniumswarte. Und von der 25 Meter hohen Aussichtsplattform hat man nicht nur einen tollen Ausblick, sondern man kann auch via Bungee Jump in die Tiefe springen.

Bikepark, Millennium Jump und die Seilbahn befinden sich hier am Zauberberg:

Literaturtipps zum Semmering:

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Die alten Grandhotels

Klar, sie sind noch ein Zeichen des „Semmerings von gestern“, also ein Wahrzeichen vom Luxus bis in die dreißiger Jahre, der Fin-de-Siècle-Periode. Die Hotels Panhans, Südbahnhotel und das Kurhaus standen im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aktivitäten in der österreichisch-ungarischen Monarchie und sowie in der Zwischenkriegszeit. Über die Parkettböden schritt einst die Hautevolee der Habsburg-Monarchie sowie Künstler wie Stefan Zweig, Arthur Schnitzler und so weiter. Beeindruckend sehen die Bauten aber immer noch aus und sie prägen nach wie vor das Landschaftsbild.

Südbahnhotel Semmering
© imago images Das Südbahnhotel am Semmering

Das Südbahnhotel steht leer, allerdings kann es im Rahmen von Veranstaltungen des „Kultur-Sommer.Semmering“ besucht werden. Das Hotel Panhans ist nach wie vor in Betrieb, richtet sich aber laut eigenen Angaben nicht mehr an die Luxusschicht, sondern adressiert ein „bürgerliches Publikum“. Das Kurhaus steht seit 35 Jahren still, doch es wurde 2019 vom Grazer Hotelier Florian Weitzer erworben und soll – bestenfalls 2024 – als „Grand Semmering“ wieder eröffnet werden.