'Selbstverständlich will ich Bürgermeisterin sein': Vassilakou hat ambitionierte Pläne

Grüne Interimschefin erteilt FPÖ & BZÖ eine Absage Wären "die Einzigen, die gegen rechts aufschreien" </ "Sommergespräch": Erika Pluhar kritisiert Anpassung

'Selbstverständlich will ich Bürgermeisterin sein': Vassilakou hat ambitionierte Pläne © Bild: APA/ORF/Badzic

Grünen-Interimschefin Maria Vassilakou schließt eine Zusammenarbeit mit beiden Rechtsparteien in Österreich kategorisch aus. "Es gibt eine Kraft, mit der wir uns niemals vorstellen könnten, zusammenzuarbeiten, und das ist nun mal die FPÖ und auch ihr jüngster Ableger in der Form des BZÖ", sagte sie Dienstagabend beim ORF-"Sommergespräch". Ihre Zukunft sieht die derzeitige Vertretung von Bundessprecherin Eva Glawischnig, die zurzeit in Polit-Babypause ist, weiter in der Kommunalpolitik: "Selbstverständlich will ich gerne eines Tages Bürgermeisterin von Wien sein."

Vassilakou reagierte mit ihrer Absage an FPÖ und BZÖ auf Kritik der Sängerin und Autorin Erika Pluhar, die gemeinsam mit Ingrid Thurnher beim Sommergespräch auf der Seefestspielbühne in Mörbisch die Fragen stellten. Pluhar hatte den Grünen vorgeworfen, "politisch angepasst" zu sein. Stattdessen erwartet sich die Künstlerin eine "Kraft gegen Rechtspopulismus". Vassilakou konterte, ihre Partei trete klar für "Menschlichkeit, Weltoffenheit und Menschenrechte" ein und würde klar aufzeigen, "wo rechtsextreme Umtriebe vorhanden sind in der Zweiten Republik, die keinen Platz haben."

"Die Einzigen, die laut aufschreien"
Als Beispiel für das Engagement gegen rechts nannte Vassilakou den Fall des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf, dessen Mitarbeitern die Grünen vorgeworfen hatten, bei rechtsextremen Versandhäusern zu bestellen. Die Grünen seien die "Einzigen, die laut aufschreien, die auch nie irgendjemand aus diesem Bereich in Ämtern der Republik hinaufgehoben haben". Es seien SPÖ und ÖVP, die durch Schweigen auffallen würden. "Sie sind es, die die FPÖ salonfähig machen."

Auf die Frage, welche Türen Vassilakou öffnen wolle, möglicherweise auch in Richtung Rechtsparteien, meint die Politikerin, sie möchte Türen öffnen "hin zu den Erneuerungskräften, die es gibt in unserer Gesellschaft". Als Beispiel nannte sie die Stromproduktion: "Wenn ich erreichen möchte, dass Österreich, sagen wir im Jahr 2020, vollkommen unabhängig ist von Stromimporten, dann brauche ich offene Türen, Zugänge zu allen Kräften in der Gesellschaft."

Grünen-Neuerung kommt im September
Zur angekündigten programmatischen Neuerung bei den Grünen meinte die Interimschefin: "Mir war es wichtig, dass es nicht eine Kopfgeburt ist." Anfang September sollen die unterschiedlichsten Arbeiten zusammengeführt werden. Auf dieser Basis werde ein Diskussionsentwurf entstehen, der via Internet der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt wird. Als Folge müsse man aushalten, dass da etwas herauskomme, "womit ich nicht hundertprozentig einverstanden bin".

"Gut fahren mit grüner Bürgermeisterin"
Bei der Wien-Wahl möchte Vassilakou "selbstverständlich" gewinnen. "Ich bin überzeugt, dass Wien sehr gut fahren würde mit einem grünen Bürgermeister." Zurzeit sieht sie eine "Bürgermeisterinvasion": "Es hat sich ja jeder, der antritt, zum Bürgermeister erklärt." Inhaltlich sprach sich die Grüne für einen Rechtsanspruch "für junge Menschen und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr auf eine Lehrstelle oder gleichwertigen Ausbildungsplatz" aus.

(apa/red)

Kommentare

Die Würde des Menschen Frau Pluhar hat gesagt,dass Hr. Lugner keinerlei Würde besitzt.Als Mensch und auch als Christin muss ich das ganz strikt zurückweisen. Jeder Mensch hat es verdient geachtet zu werden und er ist ein Kind Gottes.Auch wenn Hr. Lugner wie es Fr. Pluhar sagt ein " Medienkasperl " ist, es gibt bei Gott Schlimmeres
LG
Claudia

Stromversorgung Österreich wäre ein Bisschen unabhängiger von Stromimporten wenn die Grünen nicht gegen alle Kraftwerksprojekte gewesen wären. Jetzt fordern diese Neinsager aber eigene Stromversorgung. "Denn sie wissen nicht was sie wollen".

Eine Katastrophe die Selbstverliebtheit der Pluhar Eine Katastrophe wie die Pluhar Minuten lang dauernde Monologe abspielte, ohne dass die Thurnher einschritt und ohne anschließend eine interessante Frage zu stellen. Diese Frau war komplett überflüssig und verhinderte, dass die Thurnher als Profi Fragen stellen konnte, die z.B. die politischen Ziele der Grünen, deren wirtschaftliche Maßnahmen, Reformen in der eigenen Partei und, und, und... offengelegt hätten. Die Pluhar verlor sich in selbstverliebte Monologe die dieses Sommergespräch zu einem Fiasko werden ließ! Wenn das so weiter geht, werde ich mir diese Gespräche ersparen!

Die Frage ist nicht mit wem die Grünen zusammenarbeiten wollen, sondern wer mit den Grünen zusammenarbeiten will.

Grüne als Bürgermeister in Wien Wenn dies passieren sollte, dann werden die Randgebiete Wiens stark wachsen, denn dann gibt es bald nur mehr Ausländer und Asylsuchende in der Stadt

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