Selbstmordattentat im irakischen Bakuba:
18 Menschen beim Anschlag umgekommen

Attentäter habe sich samt Auto in die Luft gesprengt 38 weitere Personen wurden beim Attentat verletzt

Ein Selbstmordattentäter hat vor dem Gouverneurssitz in der irakischen Provinzhauptstadt Bakuba 18 Menschen mit in den Tod gerissen. Augenzeugen und Polizisten berichteten, der Attentäter habe sich mit seinem Auto in die Luft gesprengt. 38 Menschen wurden verletzt.

Bakuba ist die Hauptstadt der nordöstlich von Bagdad gelegenen Provinz Diala, eines der Gebiete, in dem Al-Kaida-Terroristen die meisten Anschläge verüben. Unklar blieb zunächst, ob es sich bei dem Attentäter um einen Mann oder eine Frau handelt. In Diala hatten sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Frauen in die Luft gesprengt. Ihre Selbstmordattentate richteten sich vornehmlich gegen die Polizei und gegen die Angehörigen der lokalen Bürgerwehren. Die überwiegend sunnitischen Bürgerwehren, sogenannte Erweckungsräte, werden von der US-Armee bezahlt, um in ihren jeweiligen Gebieten Sicherheitsaufgaben wahrzunehmen.

Heimkehr australischer Truppen
Die letzten Soldaten der australischen Kampftruppen im Irak sind unterdessen heimgekehrt. Der neue Premierminister Rudd hatte den Abzug der 550 Soldaten bis zum Sommer dieses Jahres im vergangenen Dezember angekündigt. Australien gehörte zu den ursprünglich 38 Ländern der "Koalition der Willigen", die den US-Einmarsch im Irak im März 2003 mit Truppen unterstützt hatten. Australien hatte sich damals mit 2.000 Mann beteiligt. Im Irak und der Region bleiben weiterhin rund 1.000 australische Soldaten, die allerdings nicht bei Kampfeinsätzen eingesetzt werden, sondern andere Aufgaben übernehmen.

(apa/red)