Selbstmordanschlag im Süden Afghanistans: Mindestens 17 Tote und 30 Verletzte

Kinder & früheren Polizeichef mit in den Tod gerissen

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen belebten Markt im Süden Afghanistans sind mindestens 17 Menschen getötet worden, wie Krankenhausmitarbeiter berichteten. Es gab zudem 30 Verletzte. Der Attentäter habe seinen Sprengsatz auf einem Markt in der Nähe einer Polizeistation in Lashkar Gah gezündet, der Hauptstadt der Provinz Helmand, teilten die Behörden mit.

Vor der Zündung des Sprengsatzes brachte der Attentäter Augenzeugen zufolge einen bekannten Geschäftsmann und früheren Polizeichef in seine Gewalt und riss ihn mit in den Tod. Nach Angaben des Sprechers des Provinzgouverneurs wurden auch 47 Menschen verletzt. Bei den Toten und Verletzten handle es sich ausschließlich um Zivilisten, es seien auch Kinder darunter, teilte ein Krankenhausleiter weiter mit.

Der Süden Afghanistans gilt als Hochburg der radikal-islamischen Taliban. Die NATO hatte Anfang des Monats dort das Kommando von der US-geführten internationalen Koalition übernommen.
(apa)