Selbstmordanschlag auf Schiiten-Schrein in Bagdad: 35 Menschen kamen ums Leben

Pilger bereiten sich auf die Ashura-Zeremonie vor Explosion an Kontrollpunkt vor Imam-Mussa-Schrein

Eine Selbstmordattentäterin hat in Bagdad mit ihrem Sprengstoffgürtel 35 Menschen getötet und 79 verletzt. Die Explosion ereignete sich an einem Kontrollpunkt vor dem bewachten schiitischen Imam-Mussa-Schrein. Viele Pilger bereiten sich dort auf die Ashura-Zeremonie vor, die an den Tod von Hussein, den Enkel des Propheten Mohammed, erinnert. Viele der Opfer waren Gläubige aus dem Iran.

Hunderttausende Schiiten reisen während des Ashura-Festes in die heilige Stadt Kerbala, 80 Kilometer nördlich von Bagdad, um einen der wichtigsten Feiertage im schiitischen Kalender zu begehen. Zu Zeiten des 2003 durch die USA entmachteten irakischen Diktators Saddam Hussein war die Pilgerfahrt zu Ehren des Imams Hussein untersagt. 2004 kamen während der Zeremonien mehr als 160 Pilger bei koordinierten Anschlägen in Bagdad und Kerbala ums Leben.

Unterdessen übergaben die US-Truppen das Kommando über die unruhige Provinz Diyala ab. Die 140.000 US-Soldaten im Irak stehen seit dem 1. Jänner unter dem Mandat der irakischen Regierung. Bis Ende 2011 sollen die Einheiten gänzlich aus dem Land abziehen. Die irakischen Sicherheitskräfte übernehmen im Gegenzug immer mehr Aufgaben.

(apa/red)