Selbstmord während Festnahme: Deutscher setzt sich Bolzenschussapparat an den Kopf

Vorarlberg: Polizisten können Suizid nicht verhindern

In der Vorarlberger Berggemeinde Raggal im Großen Walsertal hat sich ein deutscher Staatsbürger der versuchten polizeilichen Festnahme durch einen Selbstmord entzogen. Gegen den seit Oktober vergangenen Jahres mit neun Kindern und Lebensgefährtin in Raggal wohnhaften Familienvater bestand ein Europäischer Haftbefehl eines deutschen Gerichtes. Demzufolge war er wegen einer Haftstrafe von einem Jahr und fünf Monaten für mehrere kleine Delikte gesucht worden.

Als Beamte des Landeskriminalamts ihn abholen wollten, schien der Mann laut Bericht der Sicherheitsdirektion gelassen und von dem bestehenden Haftbefehl informiert. Auf dem Weg zum Polizeiauto gingen die Beamten mit dem Verhafteten an dessen vor dem Haus geparkten Geländewagen vorbei. Plötzlich äußerte der Mann, dass er noch Medikamente aus dem Pkw benötige. Er öffnete gleichzeitig die Fahrertüre, setzte sich auf den Fahrersitz und verschloss das Auto mittels Zentralverriegelung.

Dann griff er auf den Rücksitz und holte einen in einem Tuch eingewickelten Vieh-Schussapparat hervor. Der 50-Jährige setzte sich das Gerät an den Kopf und drückte ab. Obwohl die Kriminalisten versuchten, den Mann von seinem Tun abzuhalten und ein Autofenster einzuschlagen, konnten sie den Selbstmord nicht verhindern.

(apa/red)