Selbst Polizei vor Einbruch nicht gefeit:
Appartement von Karl Mahrer ausgeräumt

Wiener Landeskommandant schweigt zu Vorfall Einbrecher knackten Schloss trotz Sicherheitstür

Selbst Polizei vor Einbruch nicht gefeit:
Appartement von Karl Mahrer ausgeräumt © Bild: APA/Pfarrhofer

"Meine Wohnung ist gut gesichert." Das sagte der Wiener Landespolizeikommandant Karl Mahrer am 19. März dieses Jahres in einem Interview mit der "Kronenzeitung". Offenbar war sie das nicht gut genug: Wie die Polizei bestätigte, haben Einbrecher gestern das Domizil des Landespolizeikommandanten in Wien-Landstraße aufgebrochen.

"Die Tat muss tagsüber passiert sein", sagte Polizeisprecher Major Hans Golob. "Sie wurde am Abend entdeckt, als die Familie heimkam." Mahrers Appartement sei im übrigen nicht das einzige in dem Haus, welches die Einbrecher öffneten. Details bezüglich Art und Höhe der Beute nannte der Sprecher nicht. Der Landespolizeikommandant wolle dazu zur Wahrung seiner Privatsphäre keine Aussagen treffen. Dem Vernehmen nach soll es sich um Bargeld und Schmuckstücke handeln, wie der "Kurier" berichtete. Der Landespolizeikommandant dazu: "Ich bitte um Verständnis, dass ich dazu keine Interviews gebe, weil es sich dabei um eine Geschichte handelt, die meinen höchstpersönlichen Lebensbereich betrifft."

Schloss trotz Sicherheitstür geknackt
Auch wie gut die Wohnung gesichert war, wollte Golob nicht sagen. Auch hier wolle Mahrer unter Verweis auf seine Privatsphäre keine Aussage treffen. Im "Kurier" hieß es dazu: "Dem Vernehmen nach hatte Mahrer zwar eine Sicherheitstür, offenbar hat aber der Türrahmen der Gewalt nicht standgehalten."

Fall wie jeder andere auch behandelt
Der Fall werde "wie bei jedem anderen Bürger auch behandelt", betonte Golob. Zuständig sei die Außenstelle Zentrum-Ost des Landeskriminalamtes, die Tatortarbeit werde vom zentralen Assistenzdienst geleistet. Hinweise auf die Einbrecher habe es bisher nicht gegeben.

Der Sprecher sagte, die Polizei werde ihre Schwerpunktaktionen gegen die Einbruchskriminalität unverändert fortsetzen. Mahrer selbst stand am Mittwoch nicht für ein Interview zur Verfügung, auch nicht vor dem Hintergrund der erst gestern bekanntgewordenen Zahlen, wonach Einbrüche in Wohnungen im ersten Quartal des Jahres um ein Viertel, in Einfamilienhäuser sogar um beinahe 60 Prozent gestiegen seien. (apa/red)