Selbes "Wohnmodell" wie Elsner: Auch Verzetnitsch droht Mega-Steuerforderung

Ähnliche Modelle auch für zwei Ex-BAWAG-Vorstände Banken-Skandal: Kreis der Verdächtigen erweitert

Für Ex-ÖGB-Chef Fritz Verzetnischt gilt für sein Penthouse am gut gelegenen Wiener Fleischmarkt dasselbe "Wohnmodell" wie für Ex-BAWAG-General Helmut Elser. Der muss für den Kauf seines Domizils 3,5 Millionen Euro Steuern nachzahlen. Sollte sich auch Verzetnitsch zum Kauf des Penthouses entscheiden - derzeit wohnt er zur Miete - muss auch er mit einer üppigen Steuerforderung rechnen.

Verzetnitsch bezahle knapp über 1.300 Euro Miete pro Monat für 200 Quadratmeter "Dachausbau", berichtet der "Kurier". Wie Elsner habe auch Verzetnitsch eine Kaufoption für das Objekt, die er jederzeit wahrnehmen könne. Der vereinbarte Kaufpreis für dieses Penthaus liege bei knapp über 400.000 Euro. Der Marktwert allerdings werde auch dafür auf mehr als 2 Mio. Euro geschätzt. Verzetnitsch habe diese Option aber bis heute nicht gezogen. Die BAWAG versuche derzeit, Verzetnitsch zum Verzicht auf die Kaufoption zu bewegen, heißt es.

Ähnliche Modelle gebe es noch für die beiden Ex-BAWAG-Vorstände Hubert Kreuch und Josef Schwarzecker. Kreuch könne relativ günstig ein Haus der Bank kaufen, Schwarzecker eine Wohnung. Mit den früheren Vorständen liefen derzeit Gespräche, die Lage zu bereinigen.

Bei Elsner hat wie berichtet der Kauf des Penthauses, der einen "geldwerten Vorteil" bedeutet, eine Lohnsteuerforderung in Höhe von 3,5 Millionen Euro ausgelöst. Sollte Verzetnitsch seine Option ziehen, müsste auch er mit einer üppigen Nachzahlung rechnen, so die Zeitung.

Laut "Kronenzeitung" hat sich der Kreis der Verdächtigen im BAWAG-Skandal, gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt, um eine Person auf 14 erhöht. Es handle sich dabei um eine Persönlichkeit aus dem Bankenbereich, so die Zeitung in der Mittwochausgabe. (apa/red)